Big Mc-Nachhaltigkeit

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Geschrieben von: Redaktion 28.03.11
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Zürich - Die Fast-Food-Kette MCDonald's hat sich nach Einschätzung des Tages-Anzeigers zur Musterschülerin in sozialem und ökologischem Verhalten gemausert. Heute werde sie sogar von früheren Kritikern gelobt, heisst es in einem Artikel der Zürcher Tageszeitung.

Laut Tages-Anzeiger kauft der Konzern in der Schweiz inzwischen Freilandeier, Fairtrade-Kaffee und Nutztiere mit regelmässigem Auslauf. Ausserdem herrsche bei McDonald’s Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern. Hansuli Huber vom Schweizer Tierschutz bestätigte dem Tages-Anzeiger: "McDonald’s hat frühere Forderungen erfüllt und übertrifft punkto Beschaffungspolitik gar viele Luxusrestaurants." Der Schweizer Bauernverband pflegt nach Auskunft seines stellvertretenden Direktors Urs Schneider seit einigen Jahren engen Kontakt mit McDonald’s, und die Zusammenarbeit sei sehr gut. "Sie setzen bewusst auf Schweizer Produkte, und das kommt natürlich unseren Bauern zugute", sagte Schneider dem Tages-Anzeiger.

Auch bei der Gewerkschaft Unia ist man nach diesen Angaben zufrieden mit McDonald’s. Mauro Moretto, national Verantwortlicher für das Gastgewerbe, spricht im Tages-Anzeiger von einem Umdenken: "Seit einigen Jahren pflegen wir einen aktiven Dialog mit McDonald's und können Probleme direkt bei den Verantwortlichen ansprechen. Es hat sich viel verbessert."

Das Umdenken setzte laut Tages-Anzeiger ein, als sich McDonald’s Mitte des letzten Jahrzehnts in einer Krise. Die Rezession und das negative Image der Amerikaner wegen des Irak-Kriegs habe das üppige Umsatzwachstum der Vorjahre gestoppt. Im Frühling 2004 habe das eidgenössische Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) das Unternehmen hochoffiziell als schlechten Arbeitgeber angeprangert: Das Arbeitsrecht sei in mehreren Filialen systematisch missachtet worden.

Das Management von McDonald's Schweiz in Crissier bei Lausanne arbeitete gemäss Tages-Anzeiger damals bereits zusammen mit der Kommunikationsagentur Trimedia an einer neuen Strategie. Der neue Chef Martin Knoll, ein Marketingprofi, habe diese Strategie Schritt für Schritt umgesetzt. Die Auswirklungen auf die Rendite lassen sich nach diesen Angaben vernachlässigen. Die Mehrkosten aus der Teilnahme am RAUS-Programm des Bundes (regelmässiger Auslauf im Freien) beispielsweise beziffert das Unternehmen mit ein Prozent der Rindfleischkosten. Und der Verzicht auf Atomstrom schlage lediglich mit 60.000 Franken im Jahr zu Buche. "Müsste McDonald’s eine Negativkampagne eines Umweltverbandes mit Werbung geradebiegen, gingen die Kosten dafür in die Millionen", nennt der Tages-Anzeiger als Alternative. (ug)

 

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