Wien - Nachhaltigkeit wird in Österreich auch bei Gewerbe-Neubauten immer mehr zur Pflicht. Zunehmend setzten auch grosse Unternehmen bei ihren eigenen Flächen auf „Green Buildings“, heisst es in einem Artikel der Wiener Tageszeitung "Die Presse". Als ein Beispiel nennt das Blatt die Filiale der Einzelhandelskette Billa in Perchtolsdorf an der südwestlichen Stadtgrenze von Wien. Für das Gebäude sei die deutsche Muttergesellschaft Rewe-Gruppe kürzlich mit dem Öko-Vorzertifikat in Gold der deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet worden. Das Gebäude soll um 54 Prozent weniger Energie verbrauchen als eine herkömmliche Filiale – und damit noch etwas effizienter sein als die bereits vorhandenen "Energiespar-Filialen". Dort ist der Verbrauch um 35 Prozent geringer. Die Energieersparnis soll der "Presse" zufolge durch eine Fülle von Massnahmen erreicht werden. "Auf dem Dach wird es eine Fotovoltaikanlage geben", sagte Peter Breuss, Technischer Direktor bei Rewe, der Wiener Tageszeitung. Die Fussbodenheizung solle durch Wärmerückgewinnung der Kältemaschinen betrieben werden, die Beleuchtung über LED-Leuchten erfolgen. Eine Dreifachverglasung, Sonnenschutz und eine verstärkte Wärmedämmung in Wänden, Dach und Fussböden sollten Niedrigenergiestandard schaffen. Tageslichtnutzung und -steuerung helfen nach diesen Angaben beim Energiesparen: Natürliches Licht falle von oben in die Verkaufsräume; die Beleuchtung werde automatisch gedimmt, wenn es heller wird. Auch im Verkaufsraum will man Energie sparen. "Nicht nur im Tiefkühlbereich wird es Türen geben, sondern auch bei der Plus-Kühlung – also bei Milch und Fleisch", wird Technik-Direktor Breuss in der "Presse" zitiert. Das wolle man sukzessive in anderen Filialen durchsetzen. Beim Öko-Autohaus von Toyota in Salzburg, einem weiteren aktuellen Beispiel, habe man schon bei der Errichtung umweltfreundlichen Beton verwendet, der mit weniger Energie als üblich hergestellt worden sei, erläuterte Sebastian Obrecht von Toyota der Presse. Das im Vorjahr fertiggestellte Gebäude solle ein Pilotprojekt grüner Autohäuser in Europa sein. Auf dem Dach befänden sich eine Solar- und eine Fotovoltaik-Anlage. Mit der Sonne werde auch gekühlt und geheizt. Auf diese Weise habe man 90 Prozent der Kohlendioxyd-Emissionen eingespart und den Energieverbrauch pro Quadratmeter um 40 Prozent gesenkt. Investiert wurden 15 Millionen Euro, davon 1,5 Millionen in umweltfreundliche Technologien. (ug)
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