Zürich - Damit das Wegwerfen von Abfällen in der Schweiz nicht weiter zunimmt, hat die IG saubere Umwelt (IGSU) im Juni 2010 den Anti-Littering-Comic-Contest ins Leben gerufen. Nach Angaben des Portals flowrelations wurden Leute gesucht, die mit kreativen Geschichten zeichnerisch klarmachen, dass das Littering keine Zukunft hat. Die Jury unter der Leitung von Jals, dem bekannten Karikaturisten der Neuen Luzerner Zeitung, ist von den 1800 eingereichten Zeichnungen regelrecht überwältigt worden, heisst es in der Pressemitteilung. In der Kategorie bis zwölf Jahre hat Gian-Franco Mazzola aus Heerbrugg SG die Siegerprämie von 1.500 Franken abgeräumt, heisst es. Bei den 13- bis 17-Jährigen habe der Genfer Jonas Tirabosco (3.000 Franken) gewonnen, in der offenen Kategorie ab 18 Jahren schliesslich der 24-jährige Arnaud Tosi aus Chène-Bougeries GE (5.000 Franken). Insgesamt seien pro Kategorie drei Preise im Gesamtwert von 20.000 Franken vergeben worden. "Meine Comicfigur Paca-Chinga merkt bei einem Besuch auf der Erde, dass viel Abfall herumliegt. Er verkauft deshalb in einer Kunstausstellung viele eigene Zeichnungen und kann damit genügend Abfalleimer besorgen, damit nichts mehr auf der Strasse landet", wird Gian-Franco Mazzola zitiert. Der kleine Künstler habe bereits im Alter von acht Jahren ein Buch mit eigenen Zeichnungen herausgegeben und wisse auch schon, was er mit dem Preisgeld von 1.500 Franken macht: "Ich will unbedingt einen Animationsfilm dieser Geschichte produzieren." Ganz ohne Worte erzähle Jonas Tirabosco aus Genf eine clever inszenierte Geschichte: Ein Kerl wirft seine leer getrunkene Getränkedose gedankenlos weg - und ärgert sich später bei einem Ausflug an den See darüber, dass der schöne Badestrand verschmutzt ist, übersieht dabei aber, dass seine Aludose nach einer langen Reise durch das Abwassersystem ans Ufer gespült worden sei. Das künstlerisch raffinierteste Werk habe Arnaud Tosi aus Chène-Bougeries GE geschaffen. "Mir gefiel die Idee, dass Kinder viel schneller als Erwachsene in eine Rolle schlüpfen und neue, oft unkonventionelle Lösungen entwickeln können", wird der Comicstudent laut flowrelations zitiert. Er habe einen kleinen Superhelden erschaffen, der den Leuten klarmacht, was es bedeuten würde, wenn alle ihren Abfall einfach so wegwerfen würden. (eg)
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