Mehr Dynamik für die Biobauern

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Geschrieben von: Redaktion 24.03.11
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Bern - Der Bundesrat will die Landwirte mit finanziellen Anreizen zu mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit anhalten. 13,67 Milliarden Franken will er in die Agrarpolitik der Jahre 2014 bis 2017 investieren, 180 Millionen mehr als im letzten Vierjahreskredit. Das berichtet der Tages-Anzeiger. Damit würde ihre Produktion gebremst, warnen laut dem Artikel die Bauern.

Von dem neuen Direktzahlungssystem sollten am stärksten die Bergbauern profitieren. Ihre Einkommen sollen sich laut Tages-Anzeiger im Schnitt um 13 Prozent erhöhen. Die pauschalen Tierbeiträge sollen ganz abgeschafft, jene für die Fläche reduziert werden, heisst es. Stattdessen werde das Geld in die Bereiche umgelagert, auf die das Volk mit dem Verfassungsartikel für eine multifunktionale Landwirtschaft den Akzent gelegt hat - mit Versorgungssicherheitsbeiträgen werde belohnt, wer seinen Boden tatsächlich auch produktiv nutzt. Ressourceneffizienzbeiträge könne beantragen, wer schonungsvoll mit Boden, Wasser und Luft umgeht. Unter dem Strich sollen die Bauern so effizienter, ökologischer und erfolgreicher produzieren, schreibt Tages-Anzeiger.

Die Bauern selber trauen diesem Versprechen nicht, schreibt Tages-Anzeiger. Sie kritisierten, dass zu viel Geld in die Förderung von Ökologie und Landschaftspflege fliesse und zu wenig in die Produktion. Das Bundesamt für Landwirtschaft lasse die Kritik der Bauern nicht gelten. Es gehe davon aus, dass sich die Nahrungsmittelproduktion trotz der Umlagerungen um rund fünf Prozent erhöhen werde. Profitieren werde dabei vor allem der Ackerbau, die Tierhaltung dürfte umgekehrt um acht Prozent zurückgehen.

BioSuisse hat in einer Stellungnahme die vom Bundesrat vorgeschlagenen Änderungen in der Landwirtschaftspolitik grundsätzlich begrüsst. Sie erlaubten es erstens, die verschiedenen Ziele in den Bereichen nachhaltige Inlandproduktion, Ernährungssicherheit und Ökologie besser zu erreichen, schreibt der Verband in einer Presseaussendung. Zweitens ermögliche sie der Landwirtschaft, ihre Leistungen gegenüber der Gesellschaft konkreter zu kommunizieren. Und drittens erhielten die Landwirte mehr unternehmerische Möglichkeiten, für ihre positiven Leistungen gegenüber der Gesellschaft entschädigt zu werden.

Die vorgeschlagenen Änderungen der Agrarpolitik stärken eine nachhaltig produzierende Schweizer Landwirtschaft, schreibt BioSuisse. Es fehle aber ein deutliches Signal zugunsten des Biolandbaus. BioSuisse verlangt vom Bundesrat nach eigenen Angaben, dass er mit gezielten Massnahmen die Schweizer Bauernfamilien unterstützt, um den wachsenden Biomarkt gegenüber dem Ausland zu verteidigen.

BioSuisse könne deshalb nicht nachvollziehen, warum die Biobeiträge auch in der Agrarpolitik 2014-17 nur gerade ein Prozent (28 Millionen Franken) der gesamten Direktzahlungen ausmachten. Den Bundesrat fordert BioSuisse auf, einen Aktionsplan Bio in den laufenden Reformprozess einzubauen und für den Biolandbau in der Schweiz klare Ziele zu setzen. (eg)

 

 

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