Herzogenaurach - Sportartikelhersteller Adidas hat einen radikalen Wandel vollzogen und will nur noch Baumwolle aus nachhaltigem Anbau verarbeiten. Das schreibt die Tageszeitung Handelsblatt und ergänzt, dass das mittelfränkische Unternehmen gemäss den Kriterien der "Better Cotton Initiative" produzieren will.
"Wir wollen den Anteil von 'Better Cotton' möglichst schnell steigern. Bis 2018 werden wir komplett umstellen", wird Frank Henke im Handelsblatt zitiert, der bei Adidas für Sozial- und Umweltfragen zuständig ist. Bei "Better Cotton" gehe es unter anderem darum, den Wasserverbrauch auf den Baumwollfeldern stark zu senken und weniger Schädlingsbekämpfungsmittel einzusetzen. Um das zu erreichen, unterstütze die Initiative die Landwirte in Baumwollanbauländern wie Pakistan, China und Indien mit ihrem Know-how. Gleichzeitig fördere "Better Cotton" die weltweite Vermarktung und kümmere sich um bessere Arbeitsbedingungen
Auf biologisch angebaute Bauwolle, also Pflanzen, die ganz ohne Schadstoffe angebaut werden, wollen die Franken hingegen nicht umstellen, heisst es. Zu teuer sei die Ware, zu knapp das Angebot, lautet die Begründung. "Better Cotton" solle die Adidas-Produkte nicht teurer machen. "Die Kunden werden die Umstellung im Preis nicht spüren", versichert laut Handelsblatt Adidas-Manager Henke. (eg)