Frankfurt/Wohlfurt – Bei der Internationalen Sanitär- und Heizungstechnik-Messe (ISH) in Frankfurt hat der Passivhaus- und Niedrigenergiehaus-Spezialist drexel und weiss ein Gerät vorgestellt, mit dem sehr kleine Wohnungen auch ohne Ventilator gelüftet werden können. Wie das Portal ee-news.ch berichtet, kann die kleine, platzsparende v-box die semizentrale Passivhaus- und Lüftungstechnik ergänzen. Semizentral deshalb, weil die Lüftung samt Wärmerückgewinnung zentral für einen ganzen Wohnblock erfolge, die Regulierung der Lüftung aber mittels der v-box direkt in den einzelnen Wohneinheiten - also dezentral - nutzergerecht und individuell stattfinde. Ebenso dezentral über ein Kompaktgerät könne in den einzelnen Wohnungen geheizt und das Warmwasser je nach Bedarf bereitgestellt werden. "Die semizentrale Passivhaus- und Lüftungstechnik ist die effizienteste Art der Heizung, Komfortlüftung und Warmwasserbereitung im mehrgeschossigen Wohnbau", wird drexel und weiss-Geschäftsführer Reinhard Weiss zitiert. "Mit der v-box kann nun auch die Lüftung in sehr kleinen oder nur von wenigen Menschen bewohnten Wohnungen hocheffizient abgewickelt werden." Denn die v-box kann im Gegensatz zur konventionellen Technik, die erst ab Luftmengen von 70 Kubikmeter pro Stunde zum Tragen kommt, bereits bei 30 Kubikmetern pro Stunde eingesetzt werden, schreibt ee-news. So könne auch in kleinen Wohnungen die Luftmenge individuell an die Anzahl der Menschen, die sich in der Wohnung befinden, angepasst werden. Weiss: "Ist niemand in der Wohnung müssen nicht mehr permanent grosse Luftmengen transportiert werden. Sind mehr Personen als gewöhnlich da, etwa bei einem Fest, kann man die Lüftung problemlos verstärken." Im Gegensatz zu konventionellen Volumenstromreglern arbeite die v-box ohne energieaufwendigen Vordruck. Auf Grund des neuen Messverfahrens benötige man auch keine Filter. Das habe mehrere Vorteile, wie laut ee-news der Geschäftsführer von drexel und weiss erklärt: "Zum einen muss niemand mehr zum Tauschen der Filter in die Wohnungen, zum anderen spart es Geld. Dieser Umstand war bisher unangenehm für den Mieter und ein großer Aufwand für die Hausverwaltung." Das Interesse an dem Gerät sei sehr gross, so dass mit einer grossen Nachfrage gerechnet werde. Bereits vor der ISH 2011 habe das Unternehmen seine Weltneuheit in Österreich zum Patent angemeldet. (eg)
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