Königswinter - Das deutsche Institut Bauen und Umwelt (IBU) hat ein Angbeot geschaffen, mittels dessen sich Häuslebauer über die Nachhaltigkeit von verwendeten Materialen informieren können. Laut Mitteilung des Instituts ist mit "Umwelt-Produktdeklarationen ein Expertensystem für Bauprodukte entstanden, das auch der private Bauherr nutzen kann".
"Als privater Bauherr überlässt man die Entscheidung über die am Bau verwendeten Baustoffe, Bauelemente und Systemergänzungen oftmals dem Architekt oder der ausführenden Baufirma", erläutert das IBU mit Sitz im rheinländischen Königswinter den Ausgangspunkt. Dank sogenannter Umwelt-Produktdeklarationen könnten Experten, jetzt aber zunehmend auch Bauherren die Nachhaltigkeit und Ökologie des Eigenheims massgeblich mitbestimmen. Damit würden sie auch in die Lage versetzt, gezielt auf die Wohngesundheit Einfluss zu nehmen.
Das IBU hat der Mitteilung zufolge zu diesem Zweck Umwelt-Produktdeklarationen - kurz EPDs - herausgegeben. Darin werden nach Angaben des Instituts Bauprodukte in ihrer Gesamtheit erfasst. In den EPDs seien alle Inhaltsstoffe angegeben und der Lebenszyklus eines Produkts von der Rohstoffgewinnung, über die Herstellung, den Transport, das Verhalten bei der Verbauung bis zu ihrer Wiederverwertbarkeit offen gelegt. International vereinbarte Umweltindikatoren, wie beispielsweise das Versauerungs-, Ozonabbau- und Treibhauspotenzial gingen über eine detaillierte Ökobilanz in die Berechnungen mit ein. Alle Daten werden dem IBU zufolge von unabhängigen Experten ermittelt und in mehreren Prüfverfahren verifiziert. (ug)