Sparen und helfen

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Geschrieben von: Redaktion 22.03.11
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Wien/Zürich/Berlin - Zum heutigen Weltwassertag haben die Verantwortlichen in den deutschsprachigen Ländern auf den Zwang zur Sparsamkeit und die Notwendigkeit von Hilfe in Mangelregionen hingewiesen. Der Weltwassertag steht im Jahr 2011 unter dem Motto "Water for Cities – Wasser für Städte" und soll besonders auf die Versorgungsprobleme in den Ballungszentren aufmerksam machen.

"Österreich ist in der glücklichen Lage, über genügend Wasserressourcen zu verfügen", wird Wolfgang Malik, Präsident der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW), in einer Mediemitteilung seines Verbandes zitiert. Alle Österreicherinnen und Österreicher seien aufgerufen, mit Wasser sorgsam umzugehen und den Zusammenhang Umweltschutz-Wasserschutz-Ressourcenschutz zu erkennen. Besonders wichtig sei, im Dialog mit der Landwirtschaft sicherzustellen, dass moderne Anbaumethoden nicht auf Kosten der Qualität der Wasserressourcen gehen.

Die Sparsamkeit beim Stromverbrauch stellte der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) in den Mittelpunkt seiner Stellungnahme zum Weltwassertag. Demnach wollen die Schweizer Wasserversorger in Zukunft über fünf Gigawattstunden Strom pro Jahr einsparen. Mit der Optimierung der Förderpumpen können sich die Wasserversorgungen hinsichtlich Nachhaltigkeit weiter verbessern. Der Verein InfraWatt hat deshalb zusammen mit dem SVGW ein Förderprogramm "energieeffiziente Wasserversorgung" gestartet. Besonders energiebewusste Wasserversorgungen werden mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Die Seeländische Wasserversorgung, der Wasserverbund Region Bern und die Wasserversorgung Schönenwerd haben das Label bereits erhalten. Wasserversorgungen, die sich für den kostenlosen Grobcheck für Pumpen interessieren, können sich laut SVGW direkt bei der Geschäftsstelle von InfraWatt melden.

Das deutsche Forschungsministerium wies aus dem gegebenen Anlass daraufhin, dass weltweit etwa eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben und etwa 2,5 Milliarden Menschen nicht über Toiletten verfügen, die diesen Namen verdienen. Das Ministerium unterstützt laut einer Medienmitteilung vor allem in Nordafrika mehrere Projekte zur Sicherung der Trinkwasserversorgung und zum Abwassermanagement. Gefördert werde zum Beispiel eine Kooperation der Fachhochschule Trier mit der South Valley University in Qena, Ägypten, zur Wiederverwendung von Abwässern in der Landwirtschaft.

Ein vergleichbares Projekt werde auch in Tunesien gefördert. In Schwellen- und Entwicklungsländern in Asien, Südamerika und im Nahen Osten fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter anderem die Einführung eines Integrierten Wasserressourcenmanagements, Teil des Rahmenprogramms Forschung für Nachhaltige Entwicklungen - FONA.

Das deutsche Umweltbundesamt (UBA) will künftig aus Anlass des Weltwassertags, der immer am 22. März stattfindet, jeweils einen Gewässertypen des Jahres benennen. In diesem Jahr wurden die steinigen, kalkarmen Mittelgebirgsbäche ausgewählt. In der Fachsprache wird dieser Gewässertyp 5 laut UBA als "grobmaterialreicher, silikatischer Mittelgebirgsbach" beschrieben. Mit über 18.000 Kilometern Fliessstrecke sei der häufigste Fliessgewässertyp in Deutschland. Nur ein Fünftel davon befinde sich allerdings in einem guten Zustand, einen mässigen Zustand haben dagegen 43 Prozent, einen unbefriedigenden 27 Prozent und zehn Prozent gar einen schlechten. Bis 2015 möchten die Gewässerschützer weiteren 15 Prozent der Mittelgebirgsbäche ihren guten Zustand zurückgeben. (ug)

 

 

 

 

 

 

 

 

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