Brüssel - Das Europäische Parlament und der EU-Ministerrat haben sich nicht über den Umgang mit Produkten von Nachkommen geklonter Tiere einigen können. Wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst (lid) in einer Pressemitteilung schreibt, wurden die Verhandlungen am 17. März nach neun Stunden abgebrochen.
Das EU-Parlament verlange ein Vermarktungsverbot von natürlich erzeugtem Fleisch geklonter Elterntiere, während Rat und EU-Kommission davon ausgingen, dass dies mit den internationalen Handelsregeln unvereinbar sei. Dies berichten laut lid Agra Europe und die Agrarzeitung.de. Sowohl EU-Gesundheitskommissar John Dalli als auch Handelskommissar Karel De Gucht hätten vor kurzem dargelegt, dass die konsequente Umsetzung dieses Verbots einen Importstopp für sämtliche tierische Produkte aus Drittländern nach sich ziehen würde, weil es dort keine Rückverfolgbarkeitssysteme gebe.
Als Kompromiss wurde eine Kennzeichnung der Produkte von den Nachkommen geklonter Tiere in Erwägung gezogen, schreibt lid. Die letzte Möglichkeit für eine Einigung sei der 29. März. Komme es zu keiner Einigung, so werde die EU-Kommission einen komplett neuen Vorschlag unterbreiten müssen. (eg)