Um erstmals die Beschlüsse der Klimakonferenz von Cancùn konkret umzusetzen, treffen sich am 11. and 12. Januar 2011 in Basel Delegationen von 40 Metropolen aus 30 Ländern. Sie vertreten zusammen über 400 Millionen Einwohner. Um die Erderwärmung, wie in Cancùn beschlossen, auf 2°C zu beschränken, müssen Städte den Verbrauch fossiler Energie um bis zu 80% senken. Im Zentrum der „Global Energy Basel“ (GEB) steht die Finanzierung nachhaltiger urbaner Infrastrukturen in den Schlüsselsektoren Bauen, Verkehr und erneuerbare Energie.
Gastgeber der GEB sind die „C40 Climate Leadership Group“ (die führende Vereinigung von Grossstädten für Nachhaltige Entwicklung, www.c40cities.org) unter dem Präsidium des New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg sowie der Kanton Basel-Stadt mit Regierungspräsident Guy Morin an der Spitze.
Nachdem sich 192 Regierungen an der Klimakonferenz in Cancùn (Mexiko) verpflichtet haben, die Erderwärmung nicht über 2 Grad steigen zu lassen, sind speziell die Städte gefordert: Diese emittieren zwischen 70 und 80 Prozent der weltweiten Treibhausgase. Insbesondere der Betrieb von Infrastrukturen wie Gebäude und Verkehrsmittel belasten das Klima. Energieeffiziente Siedlungsstrukturen und sparsame Verkehrsmittel sowie die Bereitstellung erneuerbarer Energien sind zentrale Strategien auf dem Weg zur klimaschonenden Stadt. Verwandte Themen| { Klimawandel halbiert Erträge, 28.12.10 } | | { Regenwald soll Klima retten, 09.12.10 } | | { China bewegt sich in Cancun, 08.12.10 } | | { Streiten lernen in Cancun, 02.12.10 } | | { Null Euro für den Klimaschutz, 18.11.10 } | | { Kyoto allein reicht nicht aus, 08.10.10 } | | { Liechtenstein setzt auf Werte, 20.09.10 } | | { Die Schweiz tut zu wenig, 07.09.10 } | | { CO2 vergiftet die Arktis, 02.08.10 } | | { Klimaschutz auf Tour, 20.07.10 } | | { Neustart mit Dame , 28.06.10 } | | { Klimazug nicht verpassen, 12.03.10 } | | { Klimawandel geht an die Börse, 03.02.10 } |
Das grösste Hindernis ist nicht die fehlende Technologie, sondern die Finanzierung: „Trotz Klimaschutz-Bewusstsein und bestehenden technischen Lösungen, geht noch heute die Mehrzahl der Entscheide von Städten, wie auch von Privaten, in die falsche Richtung“, begründet der Basler Regierungspräsident Guy Morin das Engagement seines Kantons für GEB. „Der Hauptgrund dafür ist, dass energieverschwendende Infrastruktur kurzfristig billiger kommt. Wenn die auf längere Sicht höheren Betriebs- und Reparaturkosten anfallen, sind die heutigen Entscheidungsträger nicht mehr im Amt.“
Ziel der zweitägigen Konferenz im Kongresszentrum Basel ist es, gemeinsam mit Vertretern der Finanzwirtschaft, von Pensionskassen, Technologiefirmen und Regierungen konkrete Finanzierungs-Modelle für umweltschonende Infrastrukturen auszuarbeiten und zu lancieren, welche diesem Dilemma Rechnung tragen. Basel möchte dazu als führende „Europäische Energiestadt mit Goldstatus“ einen Beitrag leisten.
„The Sustainable Infrastructure Financing Summit“, so der Englische Untertitel der Konferenz, die jährlich stattfinden soll, ist weltweit der erste ihrer Art. Gegen 300 Teilnehmende aus 30 Ländern reisen dafür an. Offizielle Städte-Delegationen aus allen Kontinenten sind vertreten, zum Beispiel von Addis Abeba, Amsterdam, Bangkok, Berlin, Bogotá, Kapstadt, Kopenhagen, Dezhou, Dhaka, Ho Chi Minh Stadt, Jakarta, Johannesburg, Lagos, London, Melbourne, Mexico City, Moskau, Nanjing, New York City, Quezon City, Rio de Janeiro, Rotterdam, Sao Paulo, Stockholm, Tshwane, Tokyo, Toronto, Warschau, Wuhan and Yokohama.
Besonders vorbildliche Projekte und ganze Ökostädte aus aller Welt suchen an der GEB nach Investoren oder präsentieren ihre technischen und städtebaulichen Vorschläge. Führende Finanzinstitute, „Family Offices“, Stiftungen und Pensionskassen haben sich angemeldet, um diese Projekte kennen zu lernen. Lösungsanbieter und Ingenieurfirmen von IBM über Siemens und Arup bis Vattenfall sowie über ein Dutzend führender Chinesischer Technologiefirmen tragen dazu bei, dass alle Gesichtspunkte – Potenziale und Risiken – zur Sprache kommen.
Fachleute des World Economic Forum (WEF), der UNO-Organisation für Städte (UN Habitat), von BASE (Agentur der UNO-Umweltprogramms UNEP für die Finanzierung nachhaltiger Energielösungen), der UNEP Finanz-Initiative, des World Energy Council (WEC) oder von Accenture werden das Wort ergreifen. Eine Vielzahl weiterer Organisationen, darunter die Weltbank, internationale Städtevereinigungen wie ICLEI („Local Governments for Sustainability), die Schweizer Regierung (vertreten durch das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten), der Branchenverband swisscleantech oder die Schweizer Exportplattform Cleantech Switzerland sind offizielle Partner, senden Delegationen und treten auf.
Weitere Informationen:
ecos Daniel Wiener, Geschäftsleiter Telefon: +41 61 205 10 10 E-Mail:
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www.globalenergybasel.com (Programm-Download)
Akkreditierung: Medien sind eingeladen, kostenlos an der GEB teilzunehmen. Sie können sich anmelden bei
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und erhalten anschliessend vom Konfe-renzlogistik-Partner Congrex eine Registrationsbestätigung.
Bild: Tinguely-Brunnen in Basel: Mit diesem Brunnen hat Jean Tinguely ein neues Wahrzeichen von Basel geschaffen (Industrielle Werke Basel).
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