Ende September setzten sich im Tempelhof in Uffikon rund 50 Fachleute des neuen Schweizer Netzwerkes Natur- und Umweltfachleute mit Kulturwandel, Innovationen für die Zukunft und Agrarpolitik des 21. Jahrhunderts auseinander. 18 neue sanu Natur- und Umweltfachleute mit eidgenössischem Fachausweis sorgen für Nachwuchs.
Das neue Schweizer Netzwerk Umweltfachleute nutzt die starke Heterogenität seiner Teilnehmendenprofile als Chance. Über die moderierte Begegnung von Umweltfachleuten mit technischem, sozialem, unternehmerischem oder kulturellem Hintergrund werden Innovationen für die nachhaltige Gesellschaft des 21. Jahrhunderts kreiert. Wie Peter Lehmann, Direktor sanu | bildung für nachhaltige Entwicklung, ausführte, ist die Transformation der kulturellen Ära der Nachkriegszeit mit Technologieentwicklung, Monetarisierung und Gegenwartsbezug zu einer kulturellen Ära des 21. Jahrhunderts mit Nachhaltigkeit, sozialer Innovation und Zukunftsbezug in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft deutlich spürbar. Informationsabend Kostenlose Informationsabend Lehrgang Natur- und Umweltfachfrau/fachmann mit eidgenössischem Fachausweis Der sanu-Lehrgang befähigt Mitarbeitende, ihre Zukunft und diejenige ihrer beruflichen Organisation verantwortungsvoll und erfolgreich zu gestalten und dabei einen Mehrwert für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zu erzielen. Die/der Natur- und Umweltfachfrau/fachmann berät und unterstützt öffentliche und private Organisationen bei der umweltbezogenen oder nachhaltigkeitsorientierten Ausgestaltung von Managementsystemen, Prozessen, Anlagen, Gütern und Dienstleistungen. Er/sie optimiert damit den Ressourcenverbrauch der Organisation quantitativ und qualitativ sowie verbessert die Leistung wirtschaftlich, ökologisch und sozial.
Daten: 07. Oktober 2010 | Biel 21. Oktober 2010 | Biel (französisch) 08. November 2010 | St. Gallen 15. November 2010 | Zürich Anmeldung www.sanu.ch oder +41 (0)32 322 14 33.
Kulturwandel erfolge aber heute nicht mehr durch heldenhafte Individuen, die den Kurs der Geschichte änderten, sondern vermehrt über soziale Netzwerke. Denn, so Lehmann, die notwendigen Innovationen für den Kulturwandel entstünden heute nicht mehr in den technologischen Ateliers von einzelkämpferischen Genies, sondern an der Schnittstelle von Science-Humanities-Art und Entrepreneurship.
Der Tempelhof in Uffikon unterstreicht diese Botschaft bildhaft. Mit seinen 113'000 Quadratmeter ist er auf den ersten Blick ein Landwirtschaftsbetrieb, auf welchem bei genauerem Hinsehen ein attraktives Dienstleistungsunternehmen mit stark kultureller Ausrichtung hoch rentabel arbeitet. Die künftig wieder stärker landwirtschaftliche Ausrichtung des Betriebs folgt gänzlich neuen originellen Pfaden und illustriert auf eindrückliche Weise das Potenzial einer innovativen Landwirtschaft, gesellschaftliche, ökologische und wirtschaftliche Wertschöpfung zu betreiben. Verwandte Themen| { Grüne Pioniere gesucht, 29.09.10 } | | { Alpenflüsse im Betonkorsett, 14.09.10 } | | { Mit Verantwortung zum Erfolg, 04.08.10 } | | { Verantwortung zeigen - Kurs ändern, 30.06.10 } | | { Artenkenner sterben aus, 03.05.10 } | | { Auf die Stärken besinnen, 18.03.10 } | | { Analyse der Umweltpolitik, 08.03.10 } | | { Den Horizont erweitern, 09.12.09 } | | { Gemeinsam forschen, 04.11.09 } | | { Nachhaltigkeit hat Zukunft, 13.10.09 } |
Andreas Bosshard, Geschäftsführer des jungen Vereins «Vision Landwirtschaft» unterlegte denn auch mit fundierten Argumenten, welch grosser Mehrwert mit den heute in die Landwirtschaft fliessenden Mittel bei einem klugen und konsequenten Umbau des agrarpolitischen Systems des 20. Jahrhunderts in dasjenige des 21. Jahrhunderts geleistet werden kann.
18 frisch gebackene Natur- und Umweltfachleute erhielten von der Schweizer Umweltkaderschmiede sanu | bildung für nachhaltige entwicklung ihren eidgenössischen Fachausweis, sorgen damit bereits für Nachwuchs im jungen Innovations-Netzwerk und leisten künftig in ihren vielfältigen beruflichen Nischen ihren persönlichen Beitrag zur Transformation 21.
Weitere Informationen: sanu Désirée Schmid, Kommunikationsplanerin Telefon: +41 (0)32 322 14 33 E-Mail:
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Bild: Weiterbildung Natur- und Umweltfachfrau/fachmann: Projektwoche im Pfynwald/VS: ein vom Biber benagter Baum (sanu).
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