Bern pusht Artenvielfalt

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Geschrieben von: Redaktion 06.09.10
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Genf - Bundesrat Moritz Leuenberger hat gemeinsam mit elf Umwelt-Ressortchefs  aus anderen Staaten einen Appell für eine neue Politik im Bereich Biodiversität lanciert. Der Vorsteher des Schweizer Umweltdepartements UVEK nutzte laut einer Meldung im Portal Klimainfo.ch die Plattform des informellen Genfer Dialogs, der Vertretern aus 45 Ländern als Vorbereitung des nächsten Weltklimagipfels im mexikanischen Cancún diente.

Der Aufruf soll die führenden Staaten laut Darstellung in Klimainfo.ch ermutigen, sich im Vorfeld der UN-Konferenz über die Biodiversität in Nagoya (Japan) im Oktober stärker für die Biodiversität einzusetzen. Der Umweltminister bedauerte, dass das Ziel der internationalen Gemeinschaft, den Rückgang der Biodiversität bis 2010 zu stoppen, nicht erreicht worden sei. Die Ökosysteme und Arten sorgten unter anderem für sauberes Trinkwasser und garantierten fruchtbare Böden. Die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft und die Fischerei hingen vollständig von der Artenvielfalt ab. Aber die Bedeutung der Erhaltung der Biodiversität sei im Bewusstsein der Gesellschaft noch viel zu wenig verankert.

Leuenberger zeigte sich nach zweitägigen Vorbereitungsgesprächen für den Weltklimagipfel im Dezember optimistisch über die Finanzierung der Klimapolitik optimistisch gezeigt. Am seien Fortschritte möglich, sagte er. "Wir haben eine offene und positive Diskussion mit neuen Vorschlägen geführt", sagte der UVEK-Vorsteher. Es bestehe ein Konsens über einen globalen Klima-Fonds, an dem sich auch die Privatwirtschaft beteiligen solle, fügte Leuenberger hinzu. Obwohl er seinen Rücktritt angekündigt hat, schloss der Bundesrat nicht aus, die Schweiz in Cancún zu vertreten. Dies "aufgrund der Komplexität der Dossiers" und "falls sein Nachfolger es wünsche".

Greenpeace verlangt laut einer Medienmitteilung nach den Gesprächen in Genf von der Weltklimakonferenz in Cancún konkrete Zusagen der reichen Länder. "Die Entwicklungs- und Schwellenländer müssen auf ihrem Weg hin zu einer CO2-armen Energieversorgung massiv unterstützt werden", schreibt die Umweltschutzorganisation in der Mitteilung. (ug)

 

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