Aachen - Marco Arana, Priester und Präsidentschaftskandidat Perus, hat für sein Umweltengagement den Aachener Friedenspreis erhalten. Zudem wurde der Duisburger Pfarrer Austen Peter Brandt ausgezeichnet.
Beide setzten sich mit ihrer Arbeit für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte von Menschen ein, berichtet der evangelische Pressedienst von der Preisverleihung in der Aachener Aula Carolina zur Begründung. Arana, der 2011 bei den peruanischen Präsidentschaftswahlen antreten will, kämpft gegen Umweltzerstörungen durch eine US-Goldmine im Nordwesten Perus. Die Jury begründete weiter, er setze sich seit 20 Jahren hartnäckig und friedlich für die peruanischen Bauern ein. Er betonte bei der Preisverleihung, die Bewohner der Anden und der Amazonasregion würden wegen der "Gefräßigkeit des Kapitals" von ihrem Land vertrieben, gefangen genommen, gefoltert und umgebracht. Er rief dazu auf, weltweit gegen Umweltzerstörung zu kämpfen. "Wir befinden uns jetzt in einer ganz entscheidenden Stunde für das Überleben der Erde und damit unserer eigenen Gattung", sagte er. Grundlegend sei nicht die Frage nach Wohlstand, sondern danach, ob die Menschen "gut leben" könnten. Der Einsatz für Menschenrechte müsse "noch radikaler als Kampf für die Rechte der Mutter Erde" verstanden werden. "Es gibt unveräußerliche Rechte der Natur."
Der 57-jährige evangelische Pfarrer Brandt nahm den Friedenspreis für den 1993 von ihm gegründeten Verein "Phoenix" entgegen, der Anti-Rassismus-Trainings veranstaltet.