Bonn/Temelin - Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V. hat heute darauf hingewiesen, dass die Frist für Einsprüche gegen neue Atomkraftwerke in Temelin (Tschechien) bis zum 30. September verlängert wurde.
Der BBU lehnt den geplanten Ausbau des tschechischen Atomkraftwerks Temelin generell ab. Der Standort ist etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. In Temelin sind bereits zwei Atomkraftwerke in Betrieb. Der BBU ruft dazu auf auch in der Bundesrepublik möglichst viele Einsprüche zu sammeln. Ein Sammeleinspruch kann im Internet unter www.bbu-online.de angesehen und herauskopiert werden. Unterschriftenlisten können auch unter 0228-2124032 angefordert werden. Ausgefüllte Einspruchlisten sollen bis zum 24. September an die Bonner Geschäftsstelle des BBU geschickt werden.
In dem Sammeleinspruch des BBU heisst es u. a.: „Eine militärische Nutzung von Atombrennstoff und Atommüll der Reaktoren in Temelin kann grundsätzlich ebenso wenig ausgeschlossen werden wie Atomspionage.“ Und: „Es wird nie ein Endlager geben, in dem der Atommüll, der in den AKW Temelin 3 und 4 anfallen würde, sicher gelagert werden kann. Die schlechten Erfahrungen der Endlagerprojekte Asse und Gorleben sind zu berücksichtigen.“ Auch mögliche Störfälle und die Gefahren von Atomtransporten werden in dem Sammeleinspruch des BBU angeführt. (ya)
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