Die grösste Blumenwiese blüht

Drucken
E-Mail
Geschrieben von: Redaktion 27.08.10
Bookmark and Share
Stichworte:         

Basel - In der Schweiz blühen nun die Wildblumen, die dank Samentüten von Coop und Pro Natura gesät worden sind. Coop wird im nächsten Jahr Pro Natura helfen, Trockenwiesen zu erhalten.

Im April hat Coop über eine Million Wildblumen-Samentüten an ihre Kundinnen und Kunden verteilt. Die Mitmach-Aktion in Zusammenarbeit mit der Naturschutzorganisation Pro Natura hat nicht nur Zehntausende Balkone und Gärten mit einheimischen Wildblumen zum Blühen gebracht, sie hat auch viele Menschen für Biodiversität sensibilisiert.

Bevor sie im nächsten Frühjahr wieder spriessen, verwelken die Wildblumen im Herbst. Nicht aber der Nutzen für die Natur der gemeinsamen Biodiversitätsaktion von Coop und Pro Natura: Pro Natura wird in den kommenden Jahren durch die finanzielle Unterstützung von Coop 280'000 Quadratmeter geschützte Trockenwiesen erhalten und aufwerten können. Dies entspricht 1 Quadratmeter pro an der Aktion teilnehmende Person. «Um nachhaltigen Nutzen für die Biodiversität zu schaffen, braucht es einen langen Atem. Coop unterstützt deshalb Pro Natura beim Schutz der Blumenwiesen über mehrere Jahre», betont Sibyl Anwander, Leiterin Nachhaltigkeit bei Coop.

Von Menschen gemacht, von Menschen zu erhalten

Die sogenannten Trockenwiesen und -weiden sind besondere Schätze der Biodiversität in der Schweiz. Nicht weniger als die Hälfte aller Tier- und rund 40 Prozent aller Pflanzenarten in der Schweiz sind auf diese besonderen Lebensräume angewiesen. Darunter befinden sich der Nordische Drachenkopf, der Schmetterlingshaft oder die Weisse Vielfrass-Schnecke.

Trockenwiesen und -weiden sind von Menschenhand gemachte Kulturzeugen. Durch die traditionelle Bewirtschaftung von mageren Wiesenstandorten sind Biotope von nationaler Bedeutung entstanden. Otto Sieber, Zentralsekretär Pro Natura, anlässlich der Medienorientierung in Basel: «Wollen wir diese besonderen Blumenwiesen erhalten, müssen wir weiterhin Hand anlegen, das heisst mähen und entbuschen.» Konkret werden aufkommende Büsche und Bäume mechanisch und meist von Hand entfernt. So wird das Zuwachsen der Fläche verhindert und dafür gesorgt, dass genügend Licht und Wärme auf die Wiese gelangt.

Auch touristisch wertvoll

Blühende Blumenwiesen sind nicht nur ökologisch wertvoll, sie sind auch von wirtschaftlichem Interesse für das Tourismusland Schweiz. Dies unterstreicht Daniela Bär von Schweiz Tourismus: «Wir wissen, was unsere Ferien- und Freizeitgäste von der Schweiz erwarten. Eine intakte Natur, dazu gehören auch gepflegte Wiesenlandschaften, ist ein gewichtiges Argument für die Schweizer Tourismusbranche.»

 

 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

 

Cleantech.ch

cleantech_ch

SCA_LOGO_RGB_marginal
mit swisscleantech ins neue Energiezeitalter

Meistgelesene Artikel

    Abonnieren Sie noch heute Ihren persönlichen Newsletter.
    Noch grössere Aktualität erhalten Sie mit unserem RSS-Feed.

    Kalender

    Der Veranstaltungskalender wird vorbereitet.

    {Zum Kalender}

    Magazin Cleantech Switzerland

    Magazin Cleantech Switzerland 2011-1

    Gründungssponsoren