Bern - Am 2. und 3. September 2010 treffen sich in Genf auf Einladung der Schweiz und Mexiko Vertreterinnen und Vertreter aus über 40 Ländern, um die Langfristfinanzierung im Klimabereich zu diskutieren. Bundesrat Moritz Leuenberger präsidiert zusammen mit der mexikanischen Aussenministerin den Ministerdialog.
Die Verminderung und Bewältigung des Klimawandels wird namhafte finanzielle Mittel beanspruchen. Geregelte Finanzen sind deshalb eine zentrale Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss der internationalen Klimaverhandlungen, welche an der Weltklimakonferenz ab Ende November im mexikanischen Cancùn weitergeführt werden.
Über 40 Ministerinnen und Minister sind eingeladen
Die Schweiz will mithelfen, die formellen Klimaverhandlungen voranzutreiben. Sie organisiert deshalb zusammen mit Mexiko am 2. und 3. September 2010 in Genf den «Genfer Dialog zur Langfristfinanzierung im Bereich Klima». Geleitet wird die Konferenz von Bundesrat Moritz Leuenberger und der mexikanischen Aussenministerin Patricia Espinosa, der Präsidentin der Weltklimakonferenz in Cancun. Auch Christiana Figueres, die neue Generalsekretärin der UNO-Klimakonvention, wird am informellen Ministertreffen in Genf teilnehmen. Zum Genfer Klimadialog sind über 40 Ministerinnen und Minister eingeladen. Die vertretenen Länder sind repräsentativ nach Kontinenten, Grösse und wirtschaftlicher Entwicklung zusammengesetzt. Ausgewählt wurden die in den laufenden Verhandlungen aktivsten Länder.
Der Genfer Klimadialog ist ein informelles Treffen und nicht Teil der formellen Klimaverhandlungen im Rahmen der UNO-Klimakonvention. Entscheide werden keine gefällt. Ziel ist es, bei den Anwesenden das Bewusstsein für langfristige Finanzierungsfragen zu schärfen, damit die Erkenntnisse in die formellen Klimaverhandlungen einfliessen können. Die Frage der Kurzfristfinanzierung steht in Genf nicht im Zentrum. Am Treffen teilnehmen wird auch die von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon eingesetzte Expertengruppe zu Finanzfragen im Klimabereich. (ya)
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