Gefährliche Velofahrten

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Geschrieben von: Redaktion 03.08.10
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Herzogenbuchsee - Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) hat weitere Anstrengungen bei der Verkehrssicherheit insbesondere für Motorrad- und Velofahrer angemahnt. Zwar sei der Rückgang der Getöteten und Schwerverletzten im Strassenverkehr erfreulich, heisst es in einer Medienmitteilung des VCS. Die langjährigen Bestrebungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit trügen Früchte, insbesondere im Bereich der Personenwagen. Vernachlässigt worden seien jedoch die Bemühungen für die ungeschützten Verkehrsteilnehmenden.

Der VCS beruft sich dabei auf die neusten Zahlen des Schweizerischen Bundesamtes für Statistik (BFS) für das Jahr 2009. Die massive Zunahme der getöteten Velo- und verletzten Motorradfahrenden ist nach VCS-Einschätzung alarmierend. Der erfreuliche Rückgang der schwer verunfallten Personenwageninsassen werde zudem getrübt durch die negative Entwicklung bei den Velofahrenden. Die Verdoppelung der getöteten Velofahrer führe vor Augen, dass in diesem Bereich dringender Handlungsbedarf bestehe. Insbesondere die über Jahre vernachlässigte Verbesserung der Infrastruktur müsse umgehend intensiviert werden. Die Agglomerationsprogramme des Bundes böte dazu eine gute Gelegenheit.

„Die meisten Velounfälle ereignen sich nach wie vor innerorts beim Abbiegen oder Queren der Strasse. Nach Ansicht des VCS braucht es deshalb mehr und sicherere durchgängige Veloverbindungen; es muss ein geschlossenes Velowegnetz geschaffen werden“, heisst es in der Medienmitteilung. Eine einfache, jedoch äusserst wirkungsvolle Massnahme sei ausserdem die Reduktion der Geschwindigkeit durch Tempo-30-Zonen auch auf Hauptstrassen in Ortszentren. Sie verbessere den Schutz der Velofahrenden und Fussgänger. Die Unfallschwere bei Kollisionen nehme bei tieferer Geschwindigkeit überproportional ab. Zudem werde dadurch der Verkehrsfluss optimiert: Es kommet zu weniger Staus.

Zentral ist für den VCS zudem weiterhin die Veloförderung an den Schulen. Die gezielte Verkehrserziehung müsse verbessert werden, denn ungeübte Kinder und Jugendliche seien wesentlich gefährdeter als verkehrsgewöhnte. Alle Velofahrer und Velofahrerinnen müssten sensibilisiert werden, die Verkehrsregeln konsequent einzuhalten.

Der VCS schlägt vor, dass folgende Massnahmen aus dem Verkehrssicherheitsprogramm „Via Sicura“ möglichst rasch umgesetzt werden:

  • Intensivere Geschwindigkeitskontrollen innerorts durch die Polizei
  • Sanierung der gefährlichsten Unfallschwerpunkte
  • Obligatorische Weiterbildung für Auto- und Motorradfahrer

 (ug)

 

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