Öko-Institut und Ressourcennutzung

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Geschrieben von: Redaktion 02.08.10
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Freiburg/Berlin - Das Öko-Institut hat gemeinsam mit Eurometaux, dem Dachverband der europäischen Nichteisenmetall-Industrie, Vorschläge für eine effizientere Ressourcennutzung der EU entwickelt. Als Ergebnis werden in einem gemeinsamen Bericht zehn konkrete Massnahmen vorgestellt wie wertvolle Nichteisen-Metalle in der EU besser genutzt werden können. Das berichtet das Öko-Institut.

Einsatz finden diese für Schlüsseltechnologien essentiellen Rohstoffe unter anderem in der Bau-, Elektronik-, Luftfahrt- und Automobilindustrie sowie dem Energie- und Maschinenbausektor, heisst es in der Pressemitteilung. Diese und weitere Ergebnisse der Arbeit des Öko-Instituts zum Thema nachhaltige Rohstoffnutzung präsentiert die Website http://resourcefever.org.

"Die relativ rohstoffarme Europäische Union muss besser mit den in der EU vorhandenen Sekundär-Rohstoffen umgehen", wird Dr. Matthias Buchert, Bereichsleiter Infrastruktur & Unternehmen am Öko-Institut zitiert. "Das heisst, wir müssen Schrotte und alte Produkte besser sammeln, zerlegen und recyceln. PV-Module, Computer, Altfahrzeuge usw. enthalten seltene und teure Rohstoffe wie Kupfer, Indium, Platin, Silber oder Gold. Wir müssen sicherstellen, dass Recyclingprozesse für Materialströme aus der EU, die in Schwellen- und Entwicklungsländern stattfinden, hochwertigen Standards und weltweit einheitlichen Regeln folgen, damit unnötige Umweltbelastungen und Wettbewerbsverzerrungen vermieden werden."

Es müssten kooperative Ansätze für die Recyclinginfrastruktur in Entwicklungs- und Industrieländern entwickelt und gefördert werden. Für solche und weitere Recyclingthemen brauche es zusätzliche internationale Forschung- und Entwicklungsprojekte. Der Bericht spreche zudem Empfehlungen aus, wie der illegale Export von Elektroschrott und Altautos verhindert werden könne. Hier seien neben der EU auch die Mitgliedsländer gefragt, um die bereits bestehenden Regelungen auch tatsächlich umzusetzen. Die EU sei gefordert, dies durch bessere Regelungen für die Kennzeichnung auf den Zollpapieren zu unterstützen.

Die Ergebnisse von Öko-Institut und Eurometaux liefern einen Beitrag zur Fortschreibung der Aktivitäten der Europäischen Kommission im Rahmen der Rohstoffinitative (Raw Materials Initiative), schreibt das Öko-Institut. Die Kommission erarbeitet laut der Pressemitteilung seit November 2008 Richtlinien für eine optimierte Rohstoffnutzung für die EU. Ende 2010 solle dem Europäischen Rat und Parlament ein Bericht mit Aktionsplan vorgestellt werden. (eg)

 

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