Bern - Nach der Wiederansiedlung vor 50 Jahren leben heute rund 1.600 Biber in der Schweiz. Eine neue Publikation des Bundesamts für Umwelt (BAFU) zeigt die Verbreitung des Bibers, seine Bedürfnisse und wie Konflikte zwischen Biber und Mensch entschärft werden können. Verwandte Themen| { Neue Bio-Revolution steht an, 28.04.10 } | | { Wissenswertes über den Wald, 19.02.10 } | | { Biodiversität schützen , 13.02.10 } | | { Trinkwasser versalzt Umwelt , 04.02.10 } | | { Die Natur arbeitet mit, 04.01.10 } | | { Im Wald liegt die Zukunft , 18.12.09 } | | { Bio flächendeckend, 29.10.09 } | | { Kampf dem Artenschmuggel, 26.10.09 } | | { Neuer Naturtourismus-Führer, 25.09.09 } | | { Wasserkrise verschärft sich, 17.08.09 } |
Wie BAFU in einem Artikel schreibt, gestaltet der Biber den Gewässerraum, indem er gräbt, baut und damit Lebensraum für andere Tiere schafft. So trage er zur Förderung der Artenvielfalt bei. Der Biber gerate aber auch in Konflikt mit den Nutzungsansprüchen des Menschen. Vor rund 200 Jahren wurde er in der Schweiz ausgerottet, schreibt BAFU. Eine nationale Bestandeserhebung im Jahr 2008 im Auftrag des BAFU habe gezeigt, dass nun etwa 1.600 Biber wieder in der Schweiz leben. Eine Auswertung dieser Erhebung mit detaillierten Verbreitungskarten des Bibers in den einzelnen Kantonen ist laut BAFU nun erschienen unter dem Titel "Mit dem Biber leben". Der Biber spiele im Zusammenhang mit der Biodiversität eine wichtige Rolle. Dank ihm sei eine Dynamik in den Gewässerraum zurückgekehrt, die lange Zeit gefehlt hatte. Indem er am Ufer gräbt und Bäume bearbeitet, gestaltet er den Lebensraum von Teichen, langsam fliessenden Gewässern und Sümpfen, heisst es. Davon profitiere eine Vielzahl von Insekten, Amphibien, Fischen und Vögeln. Wegen der Nutzungsansprüche des Menschen könne es zu Konflikten mit dem Biber kommen. Als Folge von Biberaktivitäten könnten Felder überschwemmt werden oder Schäden an gewässerbaulichen Infrastrukturen auftreten. Wie solche Schäden vermieden werden können, wird in der neu erschienenen Publikation ebenso erörtert, wie die Frage nach dem zukünftigen Schutz des Bibers und der weiteren Vernetzung und Aufwertung seiner Lebensräume, berichtet BAFU. Auch auf die Frage, welchen Lebensraum der Biber braucht, liefere der Bericht eine Antwort: Notwendig sei ein Uferstreifen von der Breite von zehn bis 20 Meter, der extensiv bewirtschaftet werde und den der Biber nach seinen Bedürfnissen gestalten könne. So können viele Konflikte vermieden werden und der Biber kann etwas zur Förderung der Artenvielfalt beitragen, schreibt BAFU. (eg)
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