Zürich - Die grössten Süsswasserfische der Welt im Mekong-Fluss schwimmen auf eine bedrohliche Zukunft zu. Denn wie der WWFG Schweiz mitteilt, könnten die geplanten Staudämme die Kolosse ausrotten. Verwandte Themen| { Bis auf den letzten Fisch, 25.06.10 } | | { Stopp dem Artenschwund , 22.06.10 } | | { Kampf bis zum letzten Thunfisch, 10.06.10 } | | { Ohne Vielfalt keine Zukunft , 20.05.10 } | | { EU will Thunfischräuber stoppen , 17.05.10 } | | { Artenkenner sterben aus, 03.05.10 } | | { Ein Oscar für die Delphine, 08.03.10 } | | { Alarm für Griechenlands Tierwelt, 01.03.10 } | | { Kampf dem Artenschmuggel, 26.10.09 } | | { Eisbären zum Aussterben verdammt, 04.09.09 } | | { Nachhaltigkeit ist messbar, 31.08.09 } | | { fair-fish misstraut EU-Reform, 18.08.09 } |
Bis zu 600 Kilo wiegt der Riesen-Stachelrochen, berichtet der WWF Schweiz. Der bis zu fünf Meter lange Koloss, auf dessen Speiseplan Krustentiere und Fische stehen, sei der schwerste Süsswasserfisch der Welt. In seiner Heimat sei er allerdings nur einer von mehreren Riesenfischen, wie ein neuer Bericht des WWF Mekong zeige - vier der sechs grössten und schwersten Süsswasserfische der Welt schwimmen im südostasiatischen Mekong-Fluss – darunter der bis zu drei Meter lange und 350 Kilo schwere Mekong-Riesenwels, der sich von Wasserpflanzen ernährt, heisst es. Hühner- oder Hundekadaver seien die Leibspeise des Vielfrass-Haiwels, der ebenfalls zu einer beeindruckenden Länge von drei Metern heranwachsen könne. Für die Riesenfische werde es mit den geplanten Staudämmen eng. Die Dämme blockierten die Wanderrouten der Kolosse zu den Laichgründen und verhinderten somit deren Fortpflanzung. Derzeit seien elf neue Staudämme im Hauptstrom des Unteren Mekong geplant – darunter der Sayabouly-Damm in Laos. Sein Bau würde die Ausrottung des Mekong-Riesenwels bedeuten, schreibt der WWF. "Der WWF fordert ein Bau-Moratorium für Staudämme im Unteren Mekong", wird Doris Calegari zitiert, Leiterin Mekong-Projekte beim WWF Schweiz. "Es muss rasch abgeklärt werden, wie sich die geplanten Staudämme auf das ökologische Gleichgewicht im Mekong und in seinen Zuflüssen auswirken." Damit die kurzfristige Stromnachfrage gedeckt werden kann, unterstützt der WWF nach eigenen Angaben nachhaltige Wasserkraftprojekte an Zuflüssen des Mekong, an denen bereits Dämme bestehen. Vom Moratorium würden nebst den Riesenfischen im Mekong auch die 320 Millionen Menschen entlang des Mekongs in China, Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam profitieren, schreibt der WWF. (eg)
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