Aarau- Zwei Erfolge meldet die Artenschutzorganisation ProSpecieRara in ihrem neuesten Newsletter. Einerseits habe Bundespräsidentin Doris Leuthard der Kampagne "Vielfalt für alle" nachgegeben und die neue Saat- und Pflanzgutverordnung so angepasst, dass die Nischen- und Landsorten weiterhin angebaut und gehandelt werden dürften.
Als weiteren Erfolg wertet die Organisation, dass, die angedrohten Sparmassnahmen des Bundes für den Artenschutz nicht ganz so dramatisch ausfielen. Die urspünglichen Vorgaben seien geändert worden, nachdem ProSpecieRara die involvierten Parlamentarier auf einen versteckten Passus im Etatentwurf hingewiesen habe. Danach wäre auch bei der Pflanzen- und Tierzucht stark gespart worden. Nach Ansicht der Artenschützer wäre damit gerade im UNO-Jahr der Biodiversität einen völlig falschen Trend eingeleitet worden. Die Bundesbeiträge an die Projekte von ProSpecieRara sollten nun wohl nicht um 30 Prozent, sondern um zehn Prozent gekürzt werden. (ug)