Mit der Autotram ins Büro

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Geschrieben von: Redaktion 26.07.10
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München - Die Wissenschaftler der deutschen Fraunhofer-Gesellschaft haben erste Ergebnisse über ihre Forschungen zur künftigen Elektromobilität in den Städten vorgelegt. Sie gehen laut einer Mitteilung der Gesellschaft im Grossprojekt "Fraunhofer-Systemforschung Elektromobilität" davon aus, dass Elektro- Hybridfahrzeuge als Autos, Räder, Busse und Bahnen die Kommunen erobern werden. Deshalb seien neue Konzepte für den Individual- und den öffentlichen Personennahverkehr gefragt.

 

Ein mögliches Zukunftsgefährt ist für die Fraunhofer-Gesellschaft die AutoTram®. Das Versuchsfahrzeug sei so lang wie eine Strassenbahn und so wendig wie ein Bus. Dabei vereine sie die jeweiligen Vorteile der Fahrzeugarten: Schienen und Oberleitungen seien nicht notwendig. Die "BusBahn" werde auf Gummireifen rollen und einfach weissen Linien auf der Strasse folgen.

In dem Grossprojekt "Fraunhofer-Systemforschung Elektromobilität" dient die AutoTram der Mitteilung zufolge als Versuchsplattform. Das Fahrzeug sei Bestandteil des Gesamtkonzepts der Fraunhofer-Systemforschung, einer Forschungskooperation von 33 Fraunhofer-Instituten. "Wir möchten funktionsfähige Lösungen anbieten und die Elektromobilität in Deutschland voranbringen. Mit unseren beiden Versuchsplattformen – der AutoTram® und einem Pkw – zeigen wir, dass die neuen Komponenten im Zusammenspiel funktionieren", sagt Professor Holger Hanselka, Koordinator des Projekts. "Erste Konstruktionen der AutoTram® entstanden bereits vor einigen Jahren am Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme in Dresden. Diese Kombination aus Bus und Bahn bietet unseren Kollegen und uns nun eine ideale Plattform, um neue Entwicklungen nicht nur in Simulationen, sondern in Aktion zu testen", sagt Matthias Klingner, der das Dresdner IVI seit fünf Jahren leitet.

Anders als Autos, die im Durchschnitt 23 Stunden am Tag parken – sind Busse und Bahnen den ganzen Tag unterwegs. So bleibt wenig Zeit, die Batterien zu laden. Ein Lösungsansatz für die AutoTram® sind laut der Medienmitteilung Schnellladestationen an Haltestellen. An jedem dritten oder vierten Haltepunkt könne Strom gezapft werden. In 30 bis 60 Sekunden müsse die erforderliche Energiemenge bei mehr als 1000 Ampere und 700 Volt aufgetankt werden. In dieser kurzen Zeit sei das nur mit Superkondensatoren möglich. Die Forscher arbeiteten an den dazu notwendigen Modulen: beispielsweise an Energiespeichern, die auf Doppelschichtkondensatoren basieren, an Hochleistungswandlern und an Kontaktsystemen zur Übertragung des Stroms. (ug)

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