Luzern - Die Umweltorganisation umverkehR hat eine Abstimmungskampagne für ein Ja zur Städte-Initiative am 26. September lanciert. Ein breit abgestütztes Komitee macht sich nach Angaben von umverkehR-Medienmitteilung mit einer vielseitigen Kampagne für die Annahme der Initiative zur Förderung des öffentlichen Verkehrs (ÖV), Fuss- und Veloverkehrs stark. Ziel sei es, den Erfolg von St. Gallen zu wiederholen: Mehr Erholungsraum, weniger Lärm, sichere Strassen für alle Verkehrsteilnehmer und weniger Staus sollen sich positiv auf den Standort Luzern auswirken und die Lebensqualität in der Stadt steigern. Verwandte Themen| { Grün sind alle meine Autos, 23.07.10 } | | { Umweltschonender in die Ferien, 22.06.10 } | | { Studien sind gut, 15.06.10 } | | { Wanderstiefel statt Flugmeilen, 19.05.10 } | | { Biker unter Strom, 18.05.10 } | | { Schweiz nach vorn, 23.02.10 } | | { Warnung vor Megatrucks , 19.01.10 } | | { Das Volk will keine Megatrucks, 11.01.10 } | | { Klima-Fairness ohne Grenzen, 15.12.09 } | | { Pro Kilometer zahlen, 17.11.09 } | | { Die Bahn verliert , 25.08.09 } | | { Mit Strom aus der Krise , 12.08.09 } |
"Die Städte-Initiative und ihre Ziele sind realistisch und durchaus mehrheitsfähig", wird Yvonne Gilli zitiert, St. Galler Nationalrätin und Co-Präsidentin der Umweltorganisation umverkehR. In St Gallen wurde nach Gillis Worten die Vorlage im März mit 59 Prozent Ja Stimmen deutlich angenommen. "Fachkreise beurteilten die Städte-Initiative als realistisch und umsetzbar, und sorgten dafür, dass sich anfängliche Bedenken in Zustimmung wandelten", berichtet laut der Pressemitteilung Gilli. Der Verkehrsplaner Prof. Zweibrücken der Hochschule für Technik Rapperswil beispielsweise habe die Städte-Initiative in St. Gallen als realistisch, zeitgemäss und planungskonform bezeichnet. Ziel der Städte-Initiative ist es laut umverkehR, den Anteil von ÖV, Fuss- und Veloverkehr innerhalb von zehn Jahren um insgesamt zehn Prozentpunkte zu erhöhen, indem diese Verkehrsmittel gezielt gefördert werden. "ÖV, Fuss- und Veloverkehr sind ideale Verkehrsmittel in der dicht besiedelten Stadt. Die von der Städte-Initiative verlangte Förderung sorgt für ein bequemes und rasches Vorankommen im Bus, für sichere Velowege und attraktive Fussgängerzonen", erläutert laut der Pressemitteilung Nico van der Heiden von umverkehR Luzern. Der Gegenvorschlag, den der Stadtrat der Initiative gegenüberstellt, sei nach Ansicht der Initianten eine Absichtserklärung ohne verbindliche Ziele. Für eine Verbesserung der Verkehrssituation in Luzern brauche es deshalb die Annahme der Initiative. "Weniger Abgase, mehr Raum, bessere Luft und beruhigte Wohnquartiere bedeuten mehr Lebensqualität für alle Luzernerinnen und Luzerner", sei das Fazit von Nico van der Heiden. Das Hauptelement der Kampagne seien Plakate, auf denen eine Frau und ein Mann den Passantinnen und Passanten zuzwinkern und sie auffordern: "Setzen Sie ein Zeichen für mehr Lebensqualität in Luzern!" Getragen werde die Kampagne von einem überparteilichen Komitee, in welchem sich Politikerinnen und Politiker von der CVP über die GLP, bis hin zur SP und Grünen sowie Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Kultur engagierten. Mit dabei sind zum Beispiel die Spitzensportlerin Renata Bucher aus Luzern-Littau, CVP-Kantonsrat Peter Zosso und der ehemalige Chefarzt des Kantonsspitals Luzern Jan-Olaf Gebbers, schreibt umverkehR. (eg)
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