Zürich – Die Energie aus dem Untergrund hat im Kanton Zürich grosse Bedeutung. Wie die Staatskanzlei des Kantons Zürich in eine Pressemitteilung schreibt, sind erneuerbare Energien für das Erreichen des Klimaziels des Kantons Zürich sehr wichtig. Dazu gibt es nach der Mitteilung einen neuen Online-Wärmenutzungsatlas sowie eine Broschüre mit wertvollen Hinweisen für die Nutzung. Verwandte Themen| { Boden als Wärmespeicher, 09.07.10 } | | { Es wird weiter gebohrt, 07.07.10 } | | { Grüne Immobilien sind mehr wert, 12.04.10 } | | { Schweiz auf dem Innovationspfad, 24.03.10 } | | { Verantwortung tragen, 08.02.10 } | | { Nachhaltig in Zeiten der Krise, 04.02.10 } | | { Bauherren in der Pflicht, 12.01.10 } | | { Nachhaltig im eigenen Haus, 08.01.10 } | | { Energie nur noch aus der Region, 03.12.09 } | | { Handeln dringender denn je, 11.11.09 } | | { Leben ohne Erdöl, 27.10.09 } | | { CO2-Anstieg aus Menschenhand, 24.09.09 } | | { Swissbau: Nachhaltigkeitsfokus, 10.09.09 } |
Das Informationsangebot fördert den Trend zu einer nachhaltigen, heimischen Energiequelle bei gleichzeitigem Schutz des Grundwassers, schreibt die Staatskanzlei. Um die Abhängigkeit von fossilen Energien und den Ausstoss von CO2 zu reduzieren, habe sich der Kanton Zürich ein klares Ziel gesetzt: Nur 2,2 Tonnen gegenüber heutigen sechs Tonnen CO2 sollen 2050 jährlich pro Kopf der Bevölkerung in die Atmosphäre gelangen. Der Kanton Zürich verbraucht dafür nach Angaben der Staatskanzlei heute fast die Hälfte aller Energie – vorwiegend Erdgas und Erdöl. Als Ersatz biete sich die Nutzung von Energie aus dem Untergrund an. Hier schlummere eine bedeutende Quelle an heimischer, CO2-freier Energie. Einen entsprechend hohen Stellenwert habe diese Energienutzung denn auch in der kantonalen Energiepolitik. Insbesondere, da im Kanton Zürich vorwiegend CO2-freier Strom für den Wärmepumpenbetrieb zur Verfügung steht, heisst es. Mit nur einer Kilowattstunde Elektrizität erzeugen laut der Pressemitteilung Wärmepumpen rund drei bis fünf Kilowattstunden Wärme für Heizung oder Warmwasser. Vor allem bei Neubauten sei der Trend zu Wärmepumpen im Kanton Zürich ungebrochen. Eine Erhebung des Amtes für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) zeigt, dass rund 90 Prozent der neu erstellten Einfamilienhäuser und rund 60 Prozent der neu erstellten Mehrfamilienhäuser mit Wärmepumpen ausgerüstet würden. Knapp zwei Drittel dieser Wärmepumpen gewinnen die Umweltwärme mittels 150 bis 400 Meter langen Erdsonden aus dem Untergrund, schreibt die Staatskanzlei. Das AWEL bewilligte laut der Pressemitteilung allein im letzten Jahr 1575 neue Erdsonden. Zur Förderung der Energienutzung aus Untergrund und Grundwasser habe das AWEL zwei wertvolle Instrumente entwickelt. Die Planungshilfe "Energienutzung aus Untergrund und Grundwasser" erkläre die heute gängigen Wärmenutzungssysteme und welche Kriterien für deren Anwendung im Kanton Zürich gelten. Sie enthalte auch einige generelle Informationen zur Nutzung der tiefen Geothermie. Der neue, im Internet einsehbare "Wärmenutzungsatlas" zeige für jeden Standort im Kanton auf, wie die Energie aus dem Untergrund genutzt werden könne. Der Wärmenutzungsatlas ist nach Angaben der Staatskanzlei der erste seiner Art in der Schweiz und ersetzt die bisher gültige Erdwärmesondenkarte. Grundwasser decke den Hauptteil unseres Trinkwasserbedarfs – günstig und in einwandfreier Qualität. Dieser wertvollen Ressource gelte es bei der Energienutzung Sorge zu tragen. Grundwasser dürfe keinesfalls verunreinigt werden. Auch sei darauf zu achten, dass es sich nicht zu stark erwärmt oder abkühlt. Die neuen Planungsinstrumente tragen dazu bei, schreibt die Staatskanzlei, das Energiepotenzial im Untergrund bestmöglich zu nutzen und gleichzeitig den Schutz des Trinkwassers zu gewährleisten. (eg)
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