Mit Nachdruck gegen Uferbebauung

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Geschrieben von: Redaktion 22.07.10
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Wangen - Die Landschaftsschutzorganisation Ripa Inculta! will ihren Widerstand gegen die Luxusbebauung des Ufers in Nuolen am oberen Zürichsee nicht aufgeben. Die Landschaftsschützer, die laut einer Medienmitteilung 900 Mitkämpfer gewonnen haben, haben eine Umweltexpertise in Auftrag geben. Der Bauherr Kibag und der Kanton Schwyz hatten laut Ripa Inculta! zuvor eine Zusammenarbeit abgelehnt.

Die Landschaftsschützer hatten der Kibag, dem Kanton und den Gemeinden die Organisation eines „Runden Tischs“ angeboten, um die Naturschutzanliegen von Nuolen zu besprechen. Da dieses Ansinnen abgelehnt worden sei, habe Ripa Inculta! der Kibag angeboten, für die Buchten in Nuolen eine objektive Umweltexpertise zu finanzieren. Für die Expertise müssten die beauftragten Wissenschaftler von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) allerdings die Nuoler Buchten betreten können. Die Kibag verwehre den Experten allerdings den Zugang zum Seeufer.

„Trotz der befremdlichen Haltung des Kiesunternehmens haben die Landschaftsschützer den Auftrag erteilt, eine Umweltexpertise zur 600-Meter-Uferüberbauung in Nuolen zu machen“, heisst es nun in der Medienmitteilung von Ripa Inculta!. Dabei sollten folgende Fragen geklärt werden:

  1. Wie viel Schilf- und Ufervegetation, würde durch das Projekt zerstört und ist das rechtlich vertretbar?
  2. Sind Seeauffüllungen zur Erschaffung von Bauland rechtlich haltbar?
  3. Die Überbauung sieht vor, dass der heutige Kiesverladehafen abgebrochen wird. Wie ist der Ersatz-Kiesverladehafen im offenen Obersee zu beurteilen?
  4. Die Kantone St. Gallen und Zürich bewilligen auf dem Zürichsee keine neuen Bootsplätze. Dürfen in Nuolen 70 neue Bootsplätze entstehen?
  5. Kann auf der Halbinsel in Anbetracht der Schutzzonen für die Hafeneinfahrt Nuolen und der grossen Schilfbestände ein Freibad betrieben werden?
  6. Die geplante  600-Meterüberbauung mit 65 Häusern steht inmitten der drei Schutzgebiete „Buchberg“, „Obersee“ und „Nuoler Ried“. Besteht hier ein grosses Konfliktpotential?

(ug)

 

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