Studie zur Konzernverantwortung

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Geschrieben von: Redaktion 22.07.10
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Zürich/Genf - Eine breite Koalition von Schweizer Umwelt-, Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen will internationale Konzerne zu einer nachhaltigeren Unternehmenspolitik bringen. Die Koalition hat deshalb bei der in Genf ansässigen International Commission of Jurists ein Gutachten erstellen lassen und deren Ergebnisse nun vorgelegt. Das teilte Greenpeace Schweiz mit, das sich dem Bündnis ebenfalls angeschlossen hatte.

Mit der jetzt vorgelegten Studie sollte nach Greenpeace-Angaben geklärt werden, welche Möglichkeiten bestehendes Schweizer oder Internationales Recht bietet, Schweizer Firmenzentralen für Rechtsbrüche ihrer ausländischen Tochterunternehmen im Umwelt- und Menschenrechtsbereich in die Pflicht zu nehmen. Die Koalition hatte die Genfer Juristenkommission zudem um eine Einschätzung gebeten, welche Gesetzesänderungen nötig wären, um die Konzerne mehr in die Verantwortung zu nehmen.

"Multinationale Konzerne bewegen sich immer mehr ausserhalb staatlicher Kontrolle", heisst es in der Greenpeace-Mitteilung zur Begründung der Initiative. Sie liessen billig in Entwicklungsländern produzieren, "die Profite aber werden von der Schweizer Geschäftsleitung eingestrichen, ohne dass diese für allfällige Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen in den Produktionsländern zur Rechenschaft gezogen werden können." Diesem Zustand will das Bündnis der Umwelt-, Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen mihilfe der Studie begegnen. (ug)


 

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