Tiger-Schutz kommt voran

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Geschrieben von: Redaktion 15.07.10
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Frankfurt a. M. - Regierungsvertreter der dreizehn Tiger-Verbreitungsstaaten haben das Fundament für einen globalen Rettungsschirm für die letzten 3.200 Tiger in der Wildnis gelegt. Mit diesem Ergebnis des Treffens auf der indonesischen Insel Bali sei der Weg frei für den grossen Tiger-Gipfel im russischen St. Petersburg im September 2010, schreibt die Umweltschutzorganisation WWF in einer ersten Stellungnahme. In der russischen Stadt sollten die Staats- und Regierungschefs einen globalen, international abgestimmten Rettungsplan für den Tiger initiieren.

"In den Wochen bis zum Tiger-Gipfel liegt noch eine Menge Arbeit vor uns. Aber ich bin mit dem Ergebnis dieses entscheidenden Meetings auf Bali sehr zufrieden", wird Michael Baltzer, Chef des internationalen WWF Tiger-Programms in einer Medienmitteilung der Naturschutzorganisation zitiert. Die Vertreter der dreizehn Tiger-Staaten hätten konstruktiv und ergebnisorientiert zusammengearbeitet. Es sei ein "solider" Plan vorgelegt worden, der sich klar zu dem Ziel bekenne, die Tiger-Bestandszahlen bis 2022 zu verdoppeln.

In Bali präsentierten die Tiger-Staaten nationale Aktionspläne, die zu einem globalen Tiger Rettungsschirm zusammengefügt werden sollen. Für die unverzügliche Implementierung der dreizehn nationalen Aktionspläne werden, so erklärten es die Regierungsvertreter auf Bali, mindestens 356 Millionen US-Dollar (rund 280 Millionen Euro) veranschlagt. Darin enthalten sind der Schutz und die Widerherstellung ausreichend grosser und vitaler Tiger-Lebensräume und der effektivere Kampf gegen Wilderei und Schmuggel. Die Staaten Bangladesh, Bhutan, Kambodscha, China, Indien, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Nepal, Russland, Thailand und Vietnam, wo noch Tiger leben, machten deutlich, dass sie für die Umsetzung der Schutzprogramme internationale Unterstützung brauchen.

"Es ist erforderlich, dass die Schutzbemühungen für den Tiger über Nationalstaatsgrenzen hinweg koordiniert und zugleich regional angegangen werden", sagt laut der Medienmitteilung Volker Homes, Leiter WWF Artenschutz und TRAFFIC. Schliesslich liessen sich Tiger auf ihren Streifzügen nicht von Grenzposten aufhalten und seien in Ökosystemen zuhause, die sich über mehrere Staaten erstrecken. "Jetzt sind die Staats- und Regierungschefs am Zug", so der WWF-Experte. Sie müssten in St. Petersburg noch beweisen, dass sie tatsächlich auch bereit sind, den Tiger zu retten. (ug)

http://www.wwf.de/presse/details/news/tiger_rettung_kostet_280_millionen_euro/

WWF Schweiz: http://www.wwf.ch/de/newsundservice/news/news/?1326/Letzte-Chance-fur-den-Tiger

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