Magere Holzernte

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Geschrieben von: Redaktion 14.07.10
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Bern - Die Holznutzung im Privatwald ist 2009 eingebrochen, was zu einem Rückgang der gesamtschweizerischen Holzernte von über sieben Prozent auf 4,9 Millionen Kubikmeter geführt hat. Die öffentlichen Forstbetriebe hielten die Holznutzung trotz sinkender Holzpreise auf Vorjahreshöhe. So konnte die inländische Holznachfrage trotzdem abgedeckt werden. Dies geht aus der Forststatistik 2009 der Bundesämter für Statistik (BFS) und für Umwelt (BAFU) hervor.

Der Schweizer Wald sei 2009 wie im Vorjahr und im Gegensatz zum angrenzenden Ausland von grösseren Sturmereignissen verschont geblieben. Ebenso sei die von Borkenkäfern befallene Holzmenge unbedeutend geblieben. Die Schweizer Waldwirtschaft habe 2009 24 Prozent weniger Rundholz als im Vorjahr exportiert. Im Inland habe die Wirtschaft gesamthaft rund zehn Prozent weniger Holz verbraucht. Reduzierten Bedarf hatte insbesondere die stark exportorientierte Holzwerkstoff- und Papierindustrie, schreibt BAFU. Dennoch hätten die Schweizer Sägewerke ihre Produktion hingegen beinahe auf dem Vorjahresniveau halten können.

Die Holzpreise seien gesunken - eine Entwicklung, die Mitte 2008 eingesetzt hatte. Wie die Forststatistik der BFS und BAFU zeigt, ging die Holzernte im Privatwald mit 18 Prozent markant auf 1,64 Millionen Kubikmeter zurück. Die öffentlichen Forstbetriebe hielten laut der Statistik hingegen ihre Holzproduktion mit 3,24 Millionen Kubikmeter auf Vorjahreshöhe.

Wie im Vorjahr betrifft der Ernterückgang alle Sortimente ausser Energieholz, schreibt BAFU. Obwohl der schweizerische Gesamtenergieverbrauch aufgrund der Konjunkturschwäche gesunken sei, sei der Bedarf an Holzenergie gestiegen. Die Brennholzernte hat um elf Prozent auf 1,55 Millionen m3 zugenommen und erreichte 2009 gemäss Forststatistik erstmals einen Anteil von über 30 Prozent, heisst es.

Durch die tieferen Holzpreise erzielten die öffentlichen Forstbetriebe letztes Jahr laut BAFU und BFS pro Kubikmeter umgesetztes Holz noch einen durchschnittlichen Netto-Holzerlös von gut 75 Franken (2008: knapp 83 Franken). Da sie das Holzproduktionsniveau gesamthaft auf Vorjahreshöhe hielten und die Kosten anstiegen, vergrösserte sich das Defizit in der Waldbewirtschaftung pro Hektar produktiven Wald im schweizerischen Durchschnitt von 38 auf 56 Franken - trotz höherer Beiträge für die Bewirtschaftung von Erholungswäldern, für die Pflege von Schutzwald oder für Massnahmen zugunsten der Biodiversität, heisst es. (eg)

 

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