Droht Wassermangel?

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Geschrieben von: Redaktion 13.07.10
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Bern - Die andauernde starke Hitze hat die Pegelstände der Fliessgewässer stark zurückgehen lassen. Deshalb haben nach Angaben der Tageszeitung Liechtensteiner Vaterland erste Kantone ein Wasserentnahmeverbot für einen Teil ihrer Flüsse und Bäche in Aussicht gestellt.

Reagiert habe vor allem der Kanton Freiburg. Die Behörden verbieten ab kommenden Sonntag die Entnahme von Wasser aus sämtlichen Gewässern mit Ausnahme der Saane, des Broyekanals, des Grand Canals sowie des Schiffenen-, Murten- und Neuenburgersees, heisst es. Die Situation in verschiedenen Freiburger Gewässern sei besorgniserregend, teilte das kantonale Tiefbauamt laut der Zeitung am Montag mit.

Besonders betroffen seien die Arbogne, die Petite Glâne und die Bibere. Der Abfluss sei dort in den letzten zehn Tagen mehrmals unter den gesetzlichen Schwellenwert gefallen. Die geringen Abflussmengen und die hohen Wassertemperaturen bedrohten die Wasserfauna stark, hiess es weiter.

Weil sich die Bibere durchs freiburgisch-bernische Grenzgebiet schlängelt, gilt das Wasserentnahmeverbot ab nächsten Sonntag auch auf Berner Seite, schreibt die Zeitung. Das habe der Kanton Bern aufgrund des tiefen Wasserstands in Absprache mit den Freiburger Behörden beschlossen.

Die anderen für die landwirtschaftliche Bewässerung genutzten bernischen Bäche und Flüsse führten hingegen noch genügend Wasser, wie die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) gemäss der Zeitung mitteilte. Aus diesen Gewässern könnten Bauern also weiterhin Wasser entnehmen.

Auch andere Kantone warteten mit Verboten noch zu. Im Kanton Basel-Landschaft werde die Lage täglich beobachtet. Bei weiterer grosser Hitze und ausbleibenden Niederschlägen könne die Lage innert ein paar Tagen heikler werden.

Bislang habe es erstaunlich wenige Gesuche für eine Wasserentnahme aus Gewässern gegeben, die Wasserstände seien noch gut, sagte laut Liechtensteiner Vaterland Felix Renner, Abteilungsleiter Gewässer im Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement des Kantons Luzern. Renner führe dies darauf zurück, dass es rund um den Pilatus immer wieder Mal ein Gewitter gegeben hatte. (eg)

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