Bern - Bundespräsidentin Doris Leuthard hat während eines Staatsbesuches in Indonesien das Projekt „Sustaining Competitive and Responsible Enterprises“ (SCORE) lanciert. Laut Mitteilung des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD) wird das Programm zusammen mit der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) sowie dem indonesischen Ministerium für Arbeit und Migration sowie verschiedenen Unternehmensverbänden und Gewerkschaften realisiert. Es ziele darauf ab, die Umsetzung und Einhaltung von Arbeitnehmerrechten in kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) in Indonesien zu fördern. Die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten wird nach Einschätzung des EVD von Konsumenten und Akteuren des internationalen Handels zunehmend gefordert. Dabei gehe es um die Grundprinzipien der IAO: Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen, Beseitigung der Zwangsarbeit, Abschaffung der Kinderarbeit, Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf, sozialer Schutz und Arbeitssicherheit. Die Zusammenarbeit mit Indonesien basiere auf der Überzeugung, dass es auch für Unternehmen in Entwicklungsländern möglich sei, gleichzeitig wettbewerbsfähig zu produzieren und Arbeitnehmerrechte einzuhalten. Ein verstärkter Arbeitnehmerschutz führe häufig zu einer Optimierung von Arbeitsabläufen und besserer Arbeitsorganisation. Ähnliche Projekte mit der IAO unterstützt das SECO in Vietnam, Südafrika, Ghana, Kolumbien, Indien und China. Unterdessen hat die Menschenrechtsorganisation Erklärung von Bern (EvB) mitgeteilt, dass die Markenunternehmen Jack Wolfskin und Transa der Fair Wear Foundation (FWF) beigetreten sind. Mit der Übernahme des FWF-Code hätten sich die Bekleidungsunternehmen verpflichtet, ihre Produktionskette dahingehend zu ändern, dass faire Arbeitsbedingungen sichergestellt werden können. Die EvB begrüsst laut einem kurzen Statement diesen Schritt und fordert die gesamte Textilbranche dazu auf, ebenso Verantwortung zu übernehmen. (ug)
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