Brüssel - Zwischen 2008 und 2009 ist der Anteil der erneuerbaren Energien an den neu installierten Stromerzeugungskapazitäten EU-weit von 57 auf 62 Prozent gestiegen. Dies geht aus einem Bericht der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission ("Momentaufnahme zu den erneuerbaren Energien") hervor. Wie das Portal euractiv meldet, treibt die Windenergie den Boom der Erneuerbaren an. Sie machte laut euractiv 38 Prozent der neu installierten Energiegesamtleistung aus. Bis 2020 rechne die europäische Windenergievereinigung damit, dass Wind alleine 20 Prozent des EU-Strombedarfs decken könnte. 2009 wurden 19,9 Prozent des Stromverbrauchs der EU aus erneuerbaren Energien gedeckt, heisst es. Der grösste Teil sei dabei auf Wasserkraft (11,6 Prozent) entfallen, gefolgt von Windkraft (4,2 Prozent) und Biomasse (3,5 Prozent). Trotz milliardenschwerer Förderung bleibe die Solarenergie weit zurück und habe nur 0,4 Prozent ausgemacht. Wenn laut euractiv die aktuellen Wachstumsraten beibehalten werden, könnten laut dem Bericht im Jahre 2020 bis zu 1.400 TWh Strom aus erneuerbaren Ressourcen bezogen werden. Damit könnte, in Abhängigkeit vom Erfolg der Strategien zur Stärkung der Energieeffizienz, ungefähr 35-40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in der EU gedeckt werden, schreibt euractiv. Probleme sehe der Bericht bei der Gewährleistung eines gerechten Netzzugangs, einer umfassenden staatlichen Förderung von Forschung und Entwicklung und der Anpassung der Elektrizitätssysteme an die Aufnahme von Ökostrom. Die europäischen Stromnetzbetreiber wollen laut einem Zehnjahresplan (Ten-Year Network Development Plan/TYNDP) die Netze auch für die Einspeisung der Erneuerbaren modernisieren, schreibt euractiv. Insgesamt rechne man in den kommenden fünf Jahren mit Investitionskosten von bis zu 28 Milliarden Euro. Speziell die Anbindung von Offshore-Windparks solle vorangetrieben werden. (eg)
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