Basel – Der Basler Grosse Rat hat einen moderaten Kompromiss gefunden und einen eigenen Gegenvorschlag zur Städte-Initiative beschlossen. Wie die Online-Ausgabe der Basler Zeitung berichtet, soll dadurch der Gesamtverkehr bis 2020 um zehn Prozent reduziert werden. Die Hochleistungsstrassen blieben dabei ausklammert.
Die Städte-Initiative forderte, dass der Anteil des motorisierten Verkehrs am Gesamtverkehr innert zehn Jahren um zehn Prozentpunkte reduziert werde und der Gegenvorschlag der Verkehrs- und Umweltkommission (Uvek) verlangte eine Verminderung um fünf Prozent. Beide Ziele gelten auch für Autobahnen im Kanton, schreibt die Basler Zeitung.
Ohne Massnahmen zur Eindämmung des Verkehrs drohe Basel ein Verkehrskollaps, meint die Umweltorganisation umverkehR. Und so habe sie auf einer Umlagerung der Verkehrsanteile vom motorisierten Individualverkehr (MIV) auf öffentliche Verkehrsmittel (ÖV) und Fuss- und Veloverkehr um zehn Prozentpunkte gepocht. Denn ohne eine Korrektur der gegenwärtigen Verkehrspolitik würde die Verkehrsleistung allein auf den Basler Autobahnen bis 2030 um 44 Prozent ansteigen, warnte umverkehR.
Die Städte-Initiative war gemäss dem Bericht in Basel-Stadt von 3.503 Personen unterzeichnet worden. Ausser im Stadtkanton sei sie zuvor in Luzern, St. Gallen, Winterthur und Zürich eingereicht worden. In St. Gallen sei sie im März an der Urne angenommen worden. Mit ihren Volksbegehren will die Umweltorganisation umverkehR den Öffentlichen sowie Fuss- und Veloverkehr stärken und den Ausbau des Strassennetzes stoppen. (eg)