Düsseldorf - Die grossen Energiekonzerne bekommen Konkurrenz beim Geschäft mit erneuerbaren Energien. Immer mehr Stadtwerke und Regionalversorger versuchen laut einem Bericht der Düsseldorfer Wirtschaftszeitung Handelsblatt auf dem Wachstumsmarkt mitzuspielen. So steige auch die Mannheimer MVV Energie wieder ins Geschäft mit der Windkraft ein. Vorstandschef Georg Müller habe schon die nächsten Schritte angekündigt. Verwandte Themen| { Den Wind und die Sonne zähmen, 22.01.10 } | | { Kampf um Windmühlen, 29.12.09 } | | { Erneuerbare Energien gewinnen, 11.12.09 } | | { China will viel Wind machen, 10.12.09 } | | { Sturm macht Spanier glücklich , 12.11.09 } | | { Windkraft lernt schwimmen, 02.10.09 } | | { Ein Alpenland geht aufs Meer, 29.09.09 } | | { Ab 2015 geht der Wind ab, 21.09.09 } | | { Gegenwind in Grossbritannien, 20.08.09 } | | { Windstille im Land der Winde, 14.08.09 } | | { Kein Windpark auf den Rockies, 30.07.09 } | | { Portugal setzt auf Windenergie, 15.07.09 } |
Stadtwerke und Regionalversorger versuchen den grossen Energiekonzernen nach Darstellung des Handelsblatts Marktanteile beim Wachstumsgeschäft mit erneuerbaren Energien abzujagen. Der einzige börsennotierte Kommunalversorger Deutschlands, die Mannheimer MVV Energie, sei jetzt nach jahrelanger Abstinenz wieder in die Windkraft eingestiegen und kaufe einen ersten Windpark in Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Zukäufe sollen zügig folgen, wie Vorstandschef Georg Müller ankündigte. Die MVV-Gruppe ist ein Netzwerk aus neun über das Bundesgebiet verteilten Versorgern und erzeugt den regenerativen Strom bislang aber fast ausschliesslich in den eigenen Müllverbrennungsanlagen mit Biomasse, erläutert das Handelsblatt. Die MVV Energie habe mit einem Umsatz von zuletzt 3,2 Milliarden Euro zu den grössten deutschen Versorgern der zweiten Reihe hinter den vier Grosskonzernen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall Europe gehört. 2005 sei das Unternehmen noch bewusst aus der Windkraft ausgestiegen, weil seine Führung von Müllers Vorgänger Rudolf Schulten von den Erträgen enttäuscht war. Inzwischen haben sich nach Müllers Worten aber die Rahmenbedingungen geändert. "Windenergie ist mehr als bewegte Luft und keine Nische mehr, sondern eine wirtschaftliche Zukunftsenergie geworden", sagte der MVV-Chef dem Handelsblatt. Inzwischen seien die politischen Rahmenbedingungen stabil, die Förderung kalkulierbar und das Know-how gut. "Die Anlagen sind verlässlich und rentabel", zitiert Müller den Chef des Energieversorgers. Nach seinen Worten gelte das aber nur für Windparks auf dem Festland. Bei den Offshore-Projekten, den Windrädern vor der Küste, auf die sich die Konkurrenz zur Zeit reihenweise stürzt, seien ihm die Risiken noch zu hoch. Hier müsse die Technologie erst noch ihre Standfestigkeit beweisen. (ug)
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