Umweltschonender in die Ferien

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Geschrieben von: Anna Birkenmeier, Zürich 22.06.10
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Schon bald stehen die lang ersehnten Sommerferien vor der Tür. Wer auf dem Weg in die Ferien nicht auf das Auto verzichten will, kann mit ein paar einfachen Tricks nicht nur Benzin und Geld sparen, sondern gleichzeitig auch die Umwelt schonen.

Sonne, Strand, Meer – die für viele wohl schönste Zeit des Jahres steht kurz bevor. Damit die Autoreise ins Urlaubsland nicht zur Geldschleuder wird, sollte auch das Auto ferienfit gemacht werden.

Gut gewartetes Auto verbraucht weniger

„Das A und O ist eine gute Vorbereitung des Autos“, sagt Dorit Djelid-Weinrich vom Touring Club Schweiz (TCS). Gewusst wie, lässt sich einiges an Geld sparen und gleichzeitig die Umwelt schonen. Denn ein gut gewartetes Auto verbraucht weniger Treibstoff. So lohnt es sich etwa, regelmässig den Ölstand zu kontrollieren und bei Bedarf Öl nachzufüllen.
Aber auch der Reifendruck hilft, Benzin zu sparen. Er sollte deshalb regelmässig kontrolliert werden. „Ein  zu geringer Reifendruck führt nämlich zu einem erhöhten Rollwiderstand. Und das heisst: höherer Benzinverbrauch“, so Philipp Mannhard von der Fahrschule Mannhard.  Und weil der Wagen auf der Fahrt in die Ferien meist schwer beladen ist, dürfen es bei vielen Fahrzeug-Typen auch bis zu 0,2 bar mehr sein.
Denn wer kennt es nicht, das Problem mit dem Gepäck? Hier ein Koffer mehr, da noch ein paar Spielsachen, das Surfbrett muss unbedingt mit oder die Golfausrüstung… und schon ist das Auto zum bersten voll. Aber Achtung, auch mit einer schlauen Beladung kann gespart werden. Deshalb gilt, auch wenn es schwer fällt: unnötigen Ballast aus dem Auto verbannen. Denn ein leichteres Auto verbraucht weniger. Aber auch die Dachbox ist eine Gefahrenquelle für einen höheren Treibstoffverbrauch. „Der Verbrauch ist aufgrund des grösseren Luftwiederstandes des Autos höher. Um also Treibstoff zu sparen, sollte das Gepäck besser im Kofferraum verstaut werden“, sagt Djelid-Weinrich.

Richtige Fahrweise ist effizienter

Viel erreichen kann man auch durch eine vorausschauende und gleichmässige Fahrweise. Hier kommt die Eco Drive-Technik zum Einsatz. Denn damit lässt sich der Treibstoffverbauch bei gleicher Geschwindigkeit um bis zu 10 Prozent reduzieren. „Eco Drive  ist die Fahrtechnik, die auf den vier goldenen Regeln beruht: zügig beschleunigen, im höchstmöglichen Gang und bei tiefer Drehzahl fahren, früh hochschalten und spät herunterschalten“, sagt Mannhard. Inzwischen werden von zahlreichen Fahrschulen und auch vom TCS Kurse zur Eco Drive Technik angeboten.
Einsparen lässt sich aber auch durch die richtige Bremsweise. Erfahrene Treibstoffsparer fahren so, dass Sie möglichst wenig bremsen müssen und wenn immer möglich den Wagen mit eingelegtem Gang ausrollen lassen und auf brüske Bremsmanöver verzichten.

Bei längeren Wartezeiten Motor abstellen

Wer auf dem Weg in die Ferien in einen Stau gerät, dessen Nerven werden meist auf eine harte Probe gestellt. Stundenlanges stehen, rollen, bremsen und wieder stehen kosten Zeit und verbrauchen Benzin. Philipp Mannhard weiss, wie man auch hier den Geldbeutel entlasten kann: „Längere Wartezeiten wie etwa in Staus sollten nicht mit laufendem Motor überbrückt werden. Hier lohnt es sich, den Motor abzustellen“.

Elektrischen Komfort sparsam nutzen

Weiteres Sparpotenzial liefern die immer zahlreicheren elektrischen Verbraucher am Fahrzeug. Bei sommerlichen Aussentemperaturen kann vor allem die Klimaanlage zu einem heimtückischen Benzinfresser werden, da sie einen Treibstoffmehrverbrauch zwischen 5 und 20 Prozent verursacht. „Will man trotzdem nicht auf den Komfort der Klimaanlage verzichten, kann man sie ausschalten nachdem die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist und erst wieder einschalten wenn die Innentemperatur sich erneut erhöht“, so Dorit Djelid-Weinrich.  Moderne vollautomatische Klimaanlagen tragen diesem Aspekt bereits Rechnung, denn sie schalten ab, wenn die gewünschte Innentemperatur erreicht ist und schalten sich automatisch ein, wenn die Innentemperatur wieder ansteigt. Aber auch Heckscheiben-, Sitz- und Standheizungen oder CD-Spieler führen zu höheren Verbrauch. Hier gilt deshalb: ständig kontrollieren, ob nicht benötigte elektrische Anlagen auch wirklich nicht eingeschaltet sind.
Wer Treibstoff spart, entlastet die Umwelt. Und den eigenen Geldbeutel.

Bild: Bei absehbar längeren Wartezeiten Motor abstellen. Das schon den Geldbeutel (Zvg).

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