Erstmals richten 2010 alle Kantone Förderbeiträge für Sonnenkollektoren aus. Die Unterschiede sind allerdings gross. Das zeigt die aktuelle Erhebung des Fachverbandes Swissolar, die auch die Steuerersparnis berücksichtigt. Der Fachverband fordert Kantone und Gemeinden auf, die Baubewilligungen zu vereinfachen. Bauherren sollen unterstützt und nicht behindert werden.
Die aktuelle Erhebung zu Förderbeiträgen für Sonnenkollektoren in den Kantonen zeigt insgesamt ein positives Bild: Erstmals zahlen im Jahr 2010 alle Kantone Förderbeiträge für Sonnen-kollektoren aus. Swissolar erhob die Höhe der kantonalen Beiträge aufgrund einer Referenzan-lage. Sie hat eine Fläche von 5m2 und kostet 15'000 Franken. Eine solche Kompaktanlage deckt 70% des jährlichen Warmwasserbedarfs von vier Personen.
Förderbeiträge: Basel-Stadt vor Zug und Uri
In Basel-Stadt ist der Förderbeitrag für eine solche Anlage mit 6750 Franken mit Abstand am höchsten. Auf Platz zwei folgt der Kanton Zug mit 5000 Franken. Auf dem dritten Platz steht Uri mit 4000 Franken. Dahinter folgen sechs Kantone mit einem Förderbeitrag von 3000 Franken: Glarus, Nidwalden, Thurgau, Schaffhausen, Schwyz und Solothurn. In elf Kantonen liegt der Förderbeitrag zwischen 2000 und 2400 Franken. Schlusslichter sind die Kantone Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Jura, Neuenburg und Wallis mit Förderbeiträgen von 1500 Franken. Den tiefsten Förderbeitrag gibt’s in Graubünden mit 1200 Franken.
Die Investition in eine Sonnenkollektor-Anlage zieht bei Bundes-, Kantons- und Gemeindesteu-ern eine einmalige Steuerersparnis nach sich. Auch hier sind die Unterschiede enorm. Am höchsten ist die Steuerersparnis in den Kantonen Neuenburg (4536 Franken), Jura (3972), Genf (3660) und Baselland (3625). Im Gros der Kantone liegt die Steuerersparnis zwischen 2500 und 3300 Franken. Abgeschlagen auf dem letzten Platz liegt der Kanton Luzern mit 547 Franken.
Gesamtrechnung: Basel-Stadt einsame Spitze
Zählt man Förderbeiträge und Steuerersparnis zusammen, liegt der Kanton Basel-Stadt mit 9224 Franken einsam an der Spitze. Dahinter folgen mit grossem Abstand die Kantone Zug (6528 Franken), Solothurn (6254) und Uri (6161). In sechs weiteren Kantonen beträgt diese Summe rund 6000 Franken. Das Schlusslicht bildet der Kanton Luzern mit 2797 Franken.
Swissolar fordert: Bewilligungspraxis vereinfachen
Swissolar wertet es als positiv, dass erstmals alle Kantone Förderbeiträge auszahlen. Auch wenn die Unterschiede zum Teil erheblich sind: Die Rahmenbedingungen für die Installation von Sonnenkollektoren waren in der Schweiz noch nie so gut. Swissolar-Geschäftsführer David Sti-ckelberger: „Wir empfehlen Bauherren und Hauseigentümern, diese Gelegenheit jetzt beim Schopf zu packen.“ Swissolar fordert Kantone und Gemeinden auf, die Bewilligungspraxis für Sonnenkollektoren zu vereinfachen, wie dies beispielsweise in den Kantonen Aargau, Bern und Basel-Stadt bereits der Fall ist. „Die Gemeinden fordern wir auf, Bauherren in der konkreten Be-willigungspraxis zu unterstützen statt zu behindern“, sagt David Stickelberger.
Weitere Informationen: Swissolar - Schweizerischer Fachverband für Sonnenenergie Neugasse 6 CH - 8005 Zürich Telefon: +41 (0)44 250 88 33 Internet: www.swissolar.ch Mail:
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Bild: Daniel Thuli, Ilanz, "Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie SSES"
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