Lausanne - Professor Michael Grätzel von der EPFL ist mit dem Millennium-Technology-Prize ausgezeichnet worden. Die Jury in Helsinki hat damit die ausserordentliche Laufbahn des Erfinders der Farbsolarzelle gewürdigt, teilt die École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) in einer Medienmittteilung mit. Michael Grätzel, der 30 Jahre seiner Laufbahn der Entwicklung der Farbstoffsolarzelle gewidmet habe, gehöre zu den zehn weltweit am häufigsten zitierten Wissenschaftern.
Der Millennium-Technology-Prize ist mit 800.000 Euro dotiert und damit einer der höchsten Preise der Welt, schreibt EPFL. Die Farbsolarzelle, deren Funktionsprinzip mit der Photosynthese der Pflanzen vergleichbar sei, sei seit kurzem auf dem Markt. Dank der günstigen Herstellungskosten und der gegenüber der Siliziumsolarzelle grösseren Wirksamkeit sei sie eine der vielversprechendsten Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien. Michael Grätzel ist laut EPFL auch bekannt für seine Arbeiten zur Optimierung der Lithium-Ion-Batterien und ein revolutionäres Verfahren zur Wasserstoffextraktion.
Den Millennium-Technology-Prize gibt es gemäss EPFL seit 2004. Mittlerweile sei er bereits einer der wichtigsten Preise auf seinem Gebiet. Er wird laut EPFL von der Technologischen Akademie Finnland vergeben, einer vom Staat und von der Industrie getragen Stiftung. Den Preis gibt es als eine Auszeichnung für Angewandte Wissenschaft und würdigt Innovationen, die direkt zum Wohl der Allgemeinheit beitragen, heisst es. Mit der Verleihung ihrer höchsten Auszeichnung an Michael Grätzel habe die Jury ihrem Vertrauen in die Zukunft der Farbsolarzelle Ausdruck gegeben. (eg)