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Geschrieben von: Christina Klausener, Cleantech-Initiative 28.05.10
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Cleantech gilt als Markt der Zukunft und Antwort auf den Klimawandel. Sie ist jedoch mehr als das: Sie ist die Zukunft der Schweiz. Seit dem 16. März können Unterschriften für die Initiative „Neue Arbeitsplätze durch erneuerbare Energie (Cleantech-Initiative)" gesammelt werden. Ziel dieses Volksbegehrens ist ein verstärktes Engagement von Bund, Kantonen und Wirtschaft im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Dabei zählt jede Unterschrift. Denn: 100'000 Unterschriften schaffen rund 100'000 neue Arbeitsplätze – in der ganzen Schweiz.

Die Schweizer Wirtschaft braucht neue Lösungen. Wir brauchen eine Investition in den Werkplatz Schweiz, die nachhaltig eine Antwort auf die Wirtschaftskrise gibt. Mit der Cleantech-Initiative schaffen wir reale Werte und setzen Anreize, die einen enormen Jobmotor in Gang setzen werden. Sie macht den Weg frei für saubere Technologien, neue Märkte und neue Arbeitsfelder. Rund 100'000 Menschen können dank der Initiative im Bereich der erneuerbaren Energien, der Energieeffizienz und der sauberen Technologien (Cleantech) beschäftigt werden. Das ist ein Ziel, das nicht utopischen Vorstellungen entspringt, sondern sowohl die wirtschaftliche Realität als auch den globalen Fortschritt im Auge behält.

Potenzial besser nutzten

Der Sektor der erneuerbaren Energien hat enormes Wachstumspotenzial: 70 Prozent mehr Beschäftigte in den letzten vier Jahren allein in Deutschland. Bis 2020 wird sich dieser Sektor in Deutschland auf 400'000 neue Arbeitsplätze ausweiten.
Dieses Potenzial besteht auch in der Schweiz, wird auf Bundesebene aber immer noch ignoriert: Über 5000 Projekte stehen auf der Warteliste des Bundesamts für Energie und warten auf den Bescheid für finanzielle Förderung. Die Schweizer Forschung belegt im Cleantech-Bereich international Spitzenplätze. Die fehlende Anreize für Schweizer Unternehmen haben dazu geführt, dass dieses Potenzial ins Ausland abwandert: Viele Schweizer Patente werden heute in Deutschland umgesetzt und vermarktet. Die Firma Sputnik Engineering in Biel liefert 98 Prozent ihrer Solargeräte ins Ausland. Das muss sich ändern. Hierfür braucht es politische Rahmenbedingungen: Mit der Cleantech-Initiative sorgen wir dafür, dass das Schweizer Potenzial in der Schweiz genutzt wird und der Schweizer Wirtschaft dient- und zwar nachhaltig.

Mehr Wohlstand statt Abhängigkeit

Mit Investitionen in Sonnenenergie, Wind, Geothermie und Biomasse schaffen wir nicht nur neue Arbeitsplätze, die langfristig bestehen, sondern investieren auch in die Unabhängigkeit 

Ziele der Initiative

Das will die Eidgenössische Volksinitiative "Neue Arbeitsplätze dank erneuerbaren
Energien (Cleantech-Initiative)":

  1. Bund und Kantone stellen zusammen mit der Wirtschaft unsere Energieversorgung mit erneuerbaren Energien sicher.
  2. Der Bund unterstützt Innovationen im Energiebereich und auch private und öffentliche Investitionen zugunsten erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz. Das schafft rund 100'000 neue Arbeitsplätze, vorab in kleinen und mittleren Unternehmen in allen Regionen.
  3. Der Bund erlässt Vorschriften über den Energieverbrauch von Anlagen, Fahrzeugen und Geräten. Bei Vorschriften für neue Anlagen, Fahrzeugen und Geräte wird immer die beste verfügbare Technologie berücksichtigt.
  4. Unser Land soll sich von der einseitigen Abhängigkeit vom Erdöl befreien. In 20 Jahren wollen wir uns mindestens zur Hälfte aus erneuerbaren Energien versorgen.

der Schweiz. Wir sind heute zu 80 Prozent von Erdöl-, Erdgas- und Uranimporten aus dem Ausland abhängig. Mit Hilfe der Cleantech-Initiative wird Energie zu einem in der Schweiz regional verankerten Gut, das von Schweizer Firmen getragen wird. Legt der Bund in Zukunft zusätzlich ein besonderes Augenmerk auf die Energieeffizienz der neu hergestellten Geräte, können wir auch als Konsumenten unseren Beitrag zum Umweltschutz leisten und gleichzeitig unsere Stromrechnung schonen. Davon profitieren dann nicht nur einzelne Energiekonzerne wie bisher, sondern wir alle.

Die Schweiz muss aufwachen

„Die Schweiz hat eine riesige Chance. Sie hat die Möglichkeit, Vorreiterin eines nachhaltigen und effizienten Wirtschaftens zu werden" schrieb Nick Beglinger, Präsident des Wirtschaftsverbandes swisscleantech, vor zwei Monaten an dieser Stelle. Dieser Meinung sind auch wir. Der ökologische Wandel läuft. Neue Windturbinen ersetzen weltweit alle zwei Wochen ein AKW. Deutschland baut an einem Tag so viele Solarstromanlagen wie wir in einem ganzen Jahr. Wirtschaftsnationen wie Deutschland oder die USA haben verstanden, worum es geht: Wer jetzt nicht in erneuerbare Energien investiert, wird nicht an der Mitgestaltung der Zukunft teilnehmen. Damit die Schweiz mitziehen kann, müssen wir jetzt das erste Zeichen setzen und handeln, bevor es andere tun. Die Zeit ist reif für Cleantech- und somit auch für die Cleantech-Initiative. Geben Sie diesem Anliegen ihre Stimme unter www.cleantech-initiative.ch. Denn: wenn wir jetzt nicht handeln, wann dann?.

 

Cleantech-Initiative
Christina Klausener, Projektleiterin
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