Aarau - Die Artenschützer der Schweizer Stiftung ProSpecieRara wehren sich dagegen, dass der Bund ihnen einen Grossteil der bisherigen Zuschüsse streichen will. Die Arbeit von ProSpecieRara sei zu rund einem Drittel mit projektbezogenen Geldern des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) finanziert, heisst es in einer Medienmitteilung. Da seien knapp 600.000 Franken pro Jahr. Davon sollten gemäss Sparvorschlag 200.000 Franken gestrichen werden. Die Streichung würde die Arbeit von ProSpecieRara laut Darstellung in der Medienmitteilung im Kern treffen. Die BLW-Gelder finanzierten diejenigen Teile der Erhaltungsarbeit, die durch private Geldgeber nur sehr schwer abzudecken seien, da sie sehr langfristig ausgelegt seien. Betroffen seien Pflegearbeiten in Sammlungen, Beschreibungen der Vielfalt und Dokumentation in Datenbanken. Gerade im UN-Jahr der Biodiversität, in der die Schweizer Regierung nicht müde werde zu betonen, wie viel die Schweiz für den Artenschutz leiste, soll diese Arbeit nun also torpediert werden, erbost sich ProSpecieRara. "Um die Entscheidungsträger auf diese ziemlich versteckte Kürzung aufmerksam zu machen, sind wir nun daran möglichst alle zu informieren, denn jeder Franken, den das BLW an ProSpecieRara zahlt, wird hier vervielfacht - sei es durch zusätzlich generierte Gelder oder durch unbezahlbare Freiwilligenarbeit", heisst es in der Mitteilung. Mit einem Brief sollen die Mitglieder der Finanzkommission auf den "ziemlich versteckten Passus" hingewiesen werden, in dem die Kürzung verborgen sei. (ug)
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