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Leben bedeutet Energieverbrauch, und dieser steigt auf der Erde aufgrund von Bevölkerungszunahme und Wirtschaftswachstum rasant an. Woher wir heute und morgen die nötige Energie nehmen, ohne die Umwelt übermässig zu belasten, ist eine der drängendsten Fragen unserer Zeit. Die ETH widmet dieser Frage die ganze Staffel der neuen «Treffpunkt Science City»-Reihe, die am kommenden Sonntag startet. Neben Wissenschaftlern der ETH Zürich und der Universitäten Basel und Zürich kommen auch Vertreter des Bundesamtes für Energie, des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich sowie von Unternehmen der Energiewirtschaft und Ingenieurbüros zu Wort. Sie bieten den Besucherinnen und Besuchern während eines Monats einen abwechslungsreichen Einblick in die aktuelle Energieforschung. Energie aus der Erde und vom HimmelDie Reihe startet am Sonntag, 11. April auf dem Hönggerberg mit «Energie, die aus der Erde kommt». Wie unser Planet Wärme produziert und wie wir damit heizen, kühlen und Strom produzieren können, erklären die beiden ETH-Professoren Domenico Giardini und Ladislaus Rybach vom Institut für Geophysik. Anhand des aktuellen Projekts Sonnengarten im Zürcher Triemli-Quartier veranschaulicht Georg Dubacher vom EWZ die Suche nach der Wärme aus tiefen Erdschichten. Einen Blick zum Energiesystem der Zukunft wagt Fabrizio Noembrini vom Energy Science Center der ETH Zürich. Voller Energie ist die ETH Hönggerberg an zwei weiteren Sonntagen: Am 25. April wird das «kluge Haus» unter die Lupe genommen. Die Zuhörer der Kurzvorlesungen erfahren, was ein energieautarkes Haus ist. Der 9. Mai steht ganz im Zeichen der «Energie, die vom Himmel kommt». Wissenschaftler und Vertreter aus der Solarbranche informieren über die Vorgänge im Inneren der Sonne und die Solarfarmen in der Sahara. Menschliche und andere KraftwerkeDie vier Mittwochabend-Veranstaltungen finden erneut an verschiedenen Orten in der Stadt Zürich statt. Heiss zu und her geht es in der Podiumsdiskussion in den Ausstellungsräumen von focusTerra. Unter der Leitung von Daniela Decurtins aus der Chefredaktion des Tagesanzeigers treffen sich die Geophysik-Professoren Domenico Giardini und Ladislaus Rybach, der Zürcher Stadtrat Andres Türler sowie der Ingenieur Adrian Altenburger zum Meinungsaustausch betreffend «Geothermie – eine heisse Sache» (14. 4.). Über Macht und Energie am Beispiel der Ukraine spricht der russisch-ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkow mit Thomas Grob, Literaturwissenschaftler der Universität Basel im «Science Talk Littéraire» (21. 4.). Wer ein Kraftwerk von innen sehen möchte, meldet sich für den Besuch des EWZ-Kraftwerks Höngg an (28. 4.). Und aus einer ungewöhnlicheren Perspektive beleuchtet wird die Energie im Gespräch «Kraftwerk Mensch» (5. 5.), an dem sich Wissenschaftler des Collegium Helveticum beteiligen. Dialog mit der WissenschaftDas Format «Science City Junior» hält Angebote für die Kinder bereit. Eine Reise ins Innere der Erde (11. 4.), der Bau der Monte-Rosa-Hütte (25. 4.) und eine Solarwerkstatt mit Solarkäferrennen und Miniventilatoren (9. 5.) sorgen für spannende Unterhaltung. Eine Besonderheit stellt diesmal der zweitägige Ausflug ins Bergell dar (7. - 8. Mai). Die Teilnehmenden besichtigen das EWZ-Kraftwerk und die eindrückliche Staumauer des Albigna-Stausees, ausserdem das so genannte Denklabor des Collegium Helveticum in Castasegna. Mit dem «Treffpunkt Science City» möchte die ETH Zürich zu einem offenen Dialog zwischen Bevölkerung und Wissenschaft beitragen. Mit Ausnahme des Ausflugs ins Bergell sind die Besuche aller Veranstaltungen kostenlos.
Weitere Informationen: ETH-Life
Bild: Parabolrinnen-Kraftwerke in Kalifornien/USA (Desertec). |