 Nachhaltigkeit hat sich zunehmend zum Mega-Schlagwort entwickelt. Besonders nachhaltige Geldanlagen oder „Social Responsible Investments" (SRI), verzeichnen eine stark wachsende Aufmerksamkeit in den Medien, Märkten und Unternehmen.
Was verbirgt sich nun aber hinter dem Begriff „Nachhaltige Geldanlagen"? Nachhaltigkeit umschreibt im Grunde ein Leitbild für eine zukunftsfähige Entwicklung der Menschheit. So ist das heutige Verständnis von Nachhaltigkeit dreidimensional und bezieht sich auf die Bereiche Ökologie, Soziales, Ökonomie. Mittels nachhaltiger Geldanlagen werden daher Geldanlagen bezeichnet, bei denen die Anlageauswahlkriterien über die klassischen Bereiche Rendite, Risiko und Liquidität hinausreichen. Oft wird hierfür auch die Metapher von der „Doppelten Dividende" gebraucht. Verwandte Themen| { Auf die Stärken besinnen, 18.03.10 } | | { Auch Katar gibt sich grün, 11.03.10 } | | { Verantwortung tragen, 08.02.10 } | | { Soros wittert grüne Chance, 18.01.10 } | | { Der Prophet als Risikomanager, 12.01.10 } | | { Banker als Herdentiere, 17.09.09 } | | { Finanzplatz muss sich neu erfinden, 16.09.09 } | | { Finanzmarkt wirbt um Vertrauen, 10.09.09 } | | { Finanzplatz muss sauberschrumpfen, 03.08.09 } | | { Chance für den Finanzmarkt, 29.07.09 } | | { Profit allein ist nicht genug, 08.07.09 } | | { Fairen Konsum gezielt fördern, 30.06.09 } | | { Verantwortung mit Profit, 02.06.09 } | | { Grünes Wissen sichert Stellen, 28.04.09 } |
Auffällig ist aber die Vielfalt, die sich hinter dem Begriff der „nachhaltigen Geldanlagen" verbirgt. So fallen unter dieses „Dach" ganz verschiedenartige Anlagestile und Anlageprodukte wie beispielsweise Ethikfonds, Wasseranleihen, „grüne" Aktien, ökologische Immobilienfonds und Umwelttechnikfonds, um nur einige zu nennen. Nachhaltige Geldanlagen wachsen aber zunehmend über den reinen Bereich von Anlagestilen und -produkten hinaus – sie werden für viele Anleger immer mehr zum Programm, zum Geschäftsmodell und zu einer anderen Art des Geldumgangs. In diesem Zusammenhang sprechen wir heute von einer zweiten Generation nachhaltiger Geldanlagen – „SRI 2.0". Diese neue Generation formiert sich zusehends in Konturen: neue Geschäftsmodelle (z.B. Social Business, Philanthropic Finance), nicht kotierte Anlagetitel mit sehr direkter Einwirkung (z.B. Mikrofinanz, Klimaschutz) sowie Communities (z.B. Principles for Responsible Investments, Carbon Disclosure Project). „SRI 2.0" wurde in Liechtenstein bereits früh erkannt und unter anderem sowohl durch gezielte Forschungsarbeiten im Bereich „Mikrofinanz Geldanalagen" als auch durch die Initiativen MIL und LIFE gefördert und vorangetrieben. Nun ist in Liechtenstein der Startschuss zur Verbindung der beiden brandaktuellen Entwicklungen „Armutsbekämpfung" und „Klimaschutz" im Rahmen eines Forschungsprojekts gefallen. Die Projektdurchführung basiert auf einer Public-Private-Kooperation zwischen dem Institut für Finanzdienstleistungen an der Hochschule Liechtenstein und dem Center for Social and Sustainable Products (CSSP) in Vaduz. Ziel der Forschungsarbeiten ist die Entwicklung und Etablierung neuer Finanzprodukte sowie die Erforschung der Einsatzmöglichkeiten. Weitere Informationen: CSSP – Center for Social and Sustainable Products AG Oliver Oehri, Partner Email:
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Institut für Finanzdienstleistungen an der Hochschule Liechtenstein Wilfried Amann, Ass-Prof. Email:
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Bilder: Oliver Oehri (links) und Wilfried Amann.
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