Swiss Re hat mit ihrem 8. International ReSource Award 2010 ein Projekt ausgezeichnet, das die Trinkwasserversorgung, die Bewässerungund den Erhaltdes Urwalds in den Tälern der bolivianischen Region Santa Cruz sicherstellt. Die Verleihung des mit 150 000 USD dotierten Preises fand heute im Swiss Re Centre for Global Dialogue in Rüschlikon statt. Stefan Lippe, Präsident der Geschäftsleitung von Swiss Re, lobte an der Preisverleihung die Arbeit der bolivianischen Projekt- verantwortlichen, deren Ziel die Finanzierung von fünf kommunalen Wasserfonds und die Verbesserung der Lebensgrundlage in den Tälern derRegion Santa Cruz ist. Stefan Lippe sagte: «Wir freuen uns, dieses Projekt mit unserem ReSource Award auszuzeichnen. Die Gemeinden in Santa Cruz haben Pionierarbeit beim Erhalt des natürlichen Ökosystemsin ihrer Region geleistet, indem sie den Wasserverbrauch mittels Verträgen zwischen Landbesitzern und Wasserverbrauchern geregelt haben. Dadurch konnten sie nicht zuletzt auch dielokalen Lebens- bedingungen verbessern.» So haben die Gemeinden am unteren Flussverlauf zunächst ihre Trinkwasserpreise erhöht, um kommunale Wasserfonds zu finanzieren. Die dadurch geäuffneten Mittel werden nun zum Schutz jener Vegetation flussaufwärts eingesetzt, die den Wasserspiegel günstig beeinflusst. Viele lokale Bauern habenausserdem zugesagt, gegen Erhalt von Sachleistungspaketen wie Bienenstöcken oder Obstbäumen ihren Beitrag zum Schutz der Waldgebiete zu leisten. Andere Gemeinden der Region versuchen mittlerweile ebenfalls, ihre eigenen Wasserfonds zu etablieren, konnten aber bislangdas notwendige Startkapital nicht aufbringen. David Bresch, Leiter Sustainability and Emerging Risk Management bei Swiss Re, ergänzte: «Die für das Projekt zuständige Fundación Natura Bolivia will mit dem Preisgeld des ReSource Awards die Vergabe von Sachleistungspaketen in den Tälern von Santa Cruz weiter etablieren und optimieren. Damit hilft sie den Landbesitzern, ihre Opportunitätskosten für den Schutz des Wassereinzugsgebiets zu finanzieren –und gleichzeitig ihre Einkommen zu verbessern.» Neben der Sicherung der Wasserversorgung und dem Schutz des aquatischen Ökosystems soll das Projekt rund 15 000 Hektar Wald in der Pufferzone des Amboró-Nationalparks bewahren. Im Rahmen des Programms erhalten damit rund 1000 Anwohner flussaufwärts entsprechende Anreize und Unterstützung, während flussabwärts rund 5000 Wasserverbraucher von einer sichereren Wasserversorgung profitieren. Mit einem Vortrag des Botschafters Martin Dahinden, Direktor der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des Bundes (DEZA), wurde die 8. Preisverleihung des Swiss Re International ReSource Award abgerundet, gefolgt von einer Podiumsdiskussion mit hochrangigen Experten zum Thema «Public Private Partnership im Wassermanagement – Vorteile und Herausforderungen». Der ReSource Award Der seit 2002 jährlich verliehene ReSource Award ist eine international anerkannte Auszeichnung für die vorbildliche Umsetzung von Nachhaltigkeitsgrundsätzen im Umgang mit den Wasserressourcen. Swiss Re unterstützt damit die Bestrebungen staatlicher und nicht staatlicher Parteien zur nachhaltigen Nutzung der Wasserressourcen. Das Programm fördert Nachhaltigkeits- und humanitäre Projekte sowie die Gemeinschaften, in denen die Gruppe tätig ist. Weitere Informationen: Swiss Re Brigitte Meier, Sprecherin Email:
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