Üppiger Garten, grüner Platz

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Geschrieben von: Redaktion 11.03.10
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Zürich - Das Büro Vogt Landschaftsarchitekten und zwei seiner Arbeiten - die sogenannten "Blumenberge" in St. Gallen und ein kleiner Platz in Zürich – sind mit dem Schulthess-Gartenpreis 2010 ausgezeichnet worden. Das teilte der Schweizer Heimatschutz mit, der den 1998 vom Ehepaar Georg und Marianne von Schulthess-Schweizer aus Rheinfelden gestifteten Preis vergibt. Schwerpunkt bei den Auswahlkriterien sei diesmal die zeitgenössische Landschaftsarchitektur gewesen.

Die beiden Anlagen stehen gemäss Mitteilung des Schweizer Heimatschutzes exemplarisch für das vielfältige Schaffen des Zürcher Büros Vogt. Sie zeigten die Bandbreite heutiger Landschaftsarchitektur, von der Gartengestaltung bis zur Pflege des städtischen Raums. In St. Gallen war in den Jahren 2001 bis 2004 das Hauptgebäude der Helvetia Versicherungen mit Anbauten der Basler Architekten Herzog & de Meuron vergrössert worden. Im Zuge dieser Erweiterung wurde auch eine besondere Gartenanlage realisiert. Bauherr und Landschaftsarchitekt hatten dabei nach Darstellung des Heimatschutzes den Mut, sich auf ein neues Konzept einzulassen. Statt sogenannt "pflegeleichter" Rasen seien die 23.000 Quadratmeter grossen „Blumenberge“ das, was ihr Name verspreche: überbordende Üppigkeit und Farbenpracht zu allen Jahreszeiten, vielfach gespiegelt in den Fenstern des Neubaus.

In Zürich erlaubte laut Heimatschutz die Sanierung des SIA-Hochhauses durch die Architekten von Romero & Schäfle in den Jahren 2006 bis 2008 eine Neudefinition einer versteckten „Restfläche“ mitten in der Stadt. Dank einer Öffnung zur Strassenseite sei eine Blickachse von der Strasse zum ehemaligen botanischen Garten mit seinem schönen alten Baumbestand entstanden. Auf einer durchgehenden Asphaltfläche stehen lautz Beschreibung des Heimatschutzes wenige organisch geformte Betongefässe, die an grosse Flusskiesel erinnern. Die darin gepflanzten kanadischen Ahornsorten verwiesen auf den alten botanischen Garten und setzten im Herbst bunt gefärbte Akzente. Die „urbane Gartenlandschaft“, wie Vogt den Platz nenne, erfülle damit die klassische Funktion eines Parks: ein Ort in der Stadt zu sein, wo es sich von der Hektik Abstand nehmen lässt.

Die Preisverleihung findet am 28. Mai 2010 am Nachmittag in St. Gallen statt. (ug)

 

 

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