Berlin - Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat eine Broschüre zum Konsum und Nachhaltigkeit herausgebracht. Der RNE hält einen nachhaltigeren Konsum für machbar, sofern Politik, Wirtschaft, Bürgerinnen und Bürger überholte Konsum-Leitbilder hinter sich lassen, heisst es in einer Pressemitteilung des RNE. In der neuen Publikation biete er einen Kompass zur Neuorientierung auf nachhaltiges Wirtschaften und gibt konkrete Handlungsempfehlungen. Verwandte Themen| { Auf ins klimaneutrale Büro, 15.02.10 } | | { Bündnis für Nachhaltigkeit, 03.02.10 } | | { Für eine nachhaltige Wirtschaft, 11.12.09 } | | { Auf Dauer nützlich, 04.11.09 } | | { 1. Greentech-Messe erfolgreich, 27.10.09 } | | { Holzkauf wenig nachhaltig, 30.09.09 } | | { Für eine enkeltaugliche Schweiz, 07.09.09 } | | { Kompass durch den Labeldschungel, 03.08.09 } | | { Einmal gutes Gewissen, bitte!, 15.07.09 } | | { Chance zum Umdenken, 22.03.09 } |
"Überzeugend", schreibt der Rat, werde Nachhaltigkeit dann, wenn sie bedeutsam für die Menschen sei, vorgelebt und einfach übernommen werden könne. Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Bürgerinnen und Bürger spielen in den Augen des Nachhaltigkeitsrates dabei eminent wichtige Rollen: An ihnen sei es, neue Nachhaltigkeitspartnerschaften aufzubauen und gemeinsam Beispiele für einen nachhaltigeren Konsum zu entwickeln. Wie solche Ideen und Visionen entwickelt werden können, zeigt der Rat im zweiten Teil der Broschüre, schreibt RNE. Als Blaupause diente hierfür die Dokumentation der Kreativwerkstatt Nachhaltiger Konsum, zu der der RNE im vergangenen Oktober rund hundert Nachhaltigkeits-Visionäre aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nach Berlin eingeladen hatte. Sie entwickelten und diskutierten Szenarien für Lebensstile, Geschäftsmodelle und Produkte für das Jahr 2050. So habe eine Arbeitsgruppe beispielsweise das Konzept einer "echten" Regional-Supermarktkette entworfen, die nur Produkte aus der Region verkauft. Eine andere Gruppe erarbeitete Visionen mobilen Wohnens in Gestalt von Pendel- oder Tausch-Wohngemeinschaften. Der Rat empfiehlt das Modell seiner Kreativwerkstatt als Vorbild für weitere Veranstaltungen zur Förderung des Leitbilds der nachhaltigen Entwicklung. Die in der Kreativwerkstatt entwickelten Ideen seien "zukunftsweisend", so der Rat. (eg)
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