Wuppertal - In der Modellregion Rhein-Ruhr ist das Projekt E-Mobil Nordrhein-Westfalen (NRW) gestartet. Dabei soll der Einsatz von Elektrofahrzeugen für private und betriebliche Nutzungen erprobt und eine Ladeinfrastruktur aufgebaut werden. Die operative Phase des Projektes dauert bis Juni 2011. Verwandte Themen| { Eine Branche steht unter Strom, 03.03.10 } | | { Daimler macht ernst mit E-Autos, 03.03.10 } | | { Öko-Auto im Alltagstest, 16.02.10 } | | { Autohersteller sind elektrisiert, 05.02.10 } | | { E-Autos schaden, 03.02.10 } | | { Stromkonkurrenz für Zweitakter, 03.02.10 } | | { Ampeln für Stromautos auf Grün, 27.01.10 } | | { Die Steckdose lernt fahren, 21.01.10 } | | { Aufbruch zur Autorevolution, 08.11.09 } | | { Autos unter Strom, 13.10.09 } | | { Berlin fährt auf E-Mobil ab, 20.08.09 } | | { Mit Strom aus der Krise , 12.08.09 } |
Zu dem aus zwölf Partnern bestehenden Projektkonsortium gehören neben den Stadtwerken Düsseldorf weitere Mitglieder des Stadtwerke-Forums NRW, die Landeshauptstadt Düsseldorf, die Lufthansa Technik AG und die Drive CarSharing GmbH sowie das Wuppertal Institut. Das Wuppertal Institut wurde, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, mit der wissenschaftlichen Begleitforschung beauftragt. Geplant sind umfangreiche empirische Analysen. Die Ergebnisse sollen den Praxispartnern Inputs für die Entwicklung neuer Dienstleistungen und Geschäftsfelder im Bereich Elektromobilität liefern. Zu dem Modellversuch gehört laut Darstellung des Wuppertal-Instituts, dass Roller und teilweise auch Personenwagen privaten Testhaushalten jeweils für einen begrenzten Zeitraum zur Erprobung überlassen werden. "Wir möchten wissen", so Studienleiter Georg Wilke, "wie unterschiedliche Typen von Testhaushalten mit der eingeschränkten Reichweite der Elektrofahrzeuge und den in der Regel noch langen Ladezeiten, in denen die Fahrzeuge ja nicht zur Verfügung stehen, bei der Abwicklung ihrer Alltagsmobilität umgehen. Aus ökologischer Sicht ist eine wichtige Frage, ob die Testhaushalte die Elektrofahrzeuge zusätzlich zu den vorhandenen herkömmlichen Motorfahrzeugen oder eher ersatzweise nutzen. Es könnte auch sein, dass bestimmte Haushalte ihre Mobilitätsmuster insgesamt umstellen." Weitere zentrale Forschungsfragen betreffen gemäss Medienmitteilung die Akzeptanz von Elektromobilität und von Strom aus erneuerbaren Energien, mit dem die Elektrofahrzeuge betrieben werden sollen. Ausserdem wird erhoben, unter welchen Bedingungen die Versuchsteilnehmerinnen und -teilnehmer in der Zukunft zum Erwerb eines Elektrofahrzeugs bereit wären. Bei der betrieblichen Nutzung von Elektrofahrzeugen wird analysiert, für welche Einsatzfelder Elektroroller, Elektro-Pkw und elektrisch betriebene leichte Nutzfahrzeuge - angesichts der technisch bedingten Nutzungseinschränkungen auf der einen und der logistischen Anforderungen auf der anderen Seite - in Frage kommen. Auf dieser Grundlage werden für die Flotten ausgewählter Praxispartner theoretische Substitutionspotenziale und mögliche ökologische Effekte ermittelt. (ug)
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