Bern - Die Bauern-, Konsumenten-, Umwelt-, Tier- und Entwicklungsorganisationen, die in der Schweizerischen Arbeitsgruppe Gentechnologie SAG zusammenarbeiten, begrüssen den Entscheid des Nationalrats mit 108:69 Stimmen für eine Verlängerung des Gentech-Moratoriums. Das geht aus einer Medienmitteilung der Stiftung für Konsumentenschutz Schweiz (SKS) hervor. Während der Moratoriumsverlängerung könnten nun die Forschungsprojekte des NFP 59 zu Ende geführt und diskutiert werden.
Die SKS hofft auf die Erkenntnis, dass die Schweiz mit gentechnikfreier Pflanzenzüchtung am Weltmarkt mehr zu bieten hat. Die Agrarforschung habe sich an den Bedürfnissen der Gesellschaft und der Landwirtschaft zu orientieren. Sie müsse verstärkt im Bereich des biologischen Landbaus tätig werden.
Die Verlängerung des Moratoriums schafft laut der Medienmitteilung zudem Rechtssicherheit, da die Koexistenz-Verordnung und verschiedene Instrumente des Vollzugs noch nicht vorlägen. Für die Koexistenz, das GVO-Monitoring und die Biosicherheit müssten in den nächsten Jahren griffige Regelungen ausgearbeitet werden, welche auch nach einem allfälligen Ablauf des Moratoriums den Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft garantierten. (ug)