Bern/Doha - Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) hat das Mandat für die 15. Vertragsstaatenkonferenz des Artenschutzübereinkommens verabschiedet. Die Schweiz wird einem besseren Schutz des Blauflossenthunfisches und der gefährdeten Baumarten Rosenholz und Palo-Santo Holz bei der Konferenz in Doha zustimmen. Das berichtet die Bundesverwaltung. Verwandte Themen| { Biodiversität schützen , 13.02.10 } | | { Biodiversität stärken, 27.01.10 } | | { Die pelzigen Pollentaxis, 14.01.10 } | | { Klimaschutz darf nicht schaden, 27.11.09 } | | { Bedrohte Gletscher, 20.10.09 } | | { An Klimawandel anpassen, 15.09.09 } | | { Eisbären zum Aussterben verdammt, 04.09.09 } | | { Meeresboden schützen, 26.06.09 } | | { Der Kürbis ist in Gefahr, 03.06.09 } | | { Klimafreundliche Gaumenfreude , 27.05.09 } | | { Bienenvölker akut bedroht, 30.04.09 } | | { Mehr Wildnis, 01.04.09 } |
Gerade die Bestände des Blauflossenthun, eines beliebten Sushi-Fischs, seien in den vergangenen Jahren massiv zurückgegangen: laut Schätzungen soll es im Ostatlantik und Mittelmeer 1997 noch über 200.000 Tonnen Biomasse gegeben haben, 2007 seien es weniger als 80.000 Tonnen gewesen. Auch kommerziell bedeutende Baumarten müssten geschützt werden. Brasilien und Argentinien wollen laut Bundesverwaltung den internationalen Handel mit Rosenholz und Palo-Santo Holz regulieren. Aus beiden Holzarten werden vor allem Essenzen international gehandelt, heisst es. Da die Hölzer durch den Handel gefährdet sind, unterstützt die Schweiz die Anträge, schreibt die Bundesverwaltung. Zum Afrikanischen Elefanten liegen laut Bundesverwaltung zwei gegensätzliche Anträge vor. Die Schweiz wolle sich vor einer Abstimmung vergewissern, dass ein Verkauf von Elfenbein an strenge Bedingungen geknüpft wird und der Erlös dem Management der Parks und Massnahmen zugunsten der lokalen Bevölkerung zukommt. Einem 20-jähriges Moratorium, wie von einigen afrikanischen Ländern vorgeschlagen, stehe die Schweiz kritisch gegenüber, da er nicht geeignet sei, die Schutzbemühungen für alle Elefantenpopulationen zu unterstützen. Für die 15. Vertragsstaatenkonferenz sind 42 Anträge zur Änderung der Anhänge und rund 100 zusätzliche Tagungsdokumente - etwa Entwürfe von Resolutionen – eingegangen, schreibt die Bundesverwaltung. Das Artenschutzübereinkommen CITES umfasst 175 Mitgliedstaaten. Die Schweiz ist Depositarstaat; das CITES-Sekretariat ist in Genf. Die Vertragsstaatenkonferenz findet alle drei Jahre statt. Die Delegation der Schweiz wird von Thomas Jemmi, stellvertretender Direktor des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET), und von Mathias Lörtscher, Leiter Vollzug CITES beim BVET, geleitet. (eg)
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