Schweiz bei Innovation Spitze

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Geschrieben von: Redaktion 09.03.10
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Bern/Zürich - Die Schweiz erbringt weltweit die höchste Innovationsleistung. Das zeigt die jüngste Erhebung zur Innovationstätigkeit in der Schweizer Wirtschaft, welche die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich seit 1990 im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) durchführt. Das teilte das SECO jetzt mit.

Die anhaltend schwache Konjunkturentwicklung dürfte die Innovationstätigkeit gemäss Einschätzung des SECO erheblich schwächen, mit negativen Folgen für das mittelfristige Wachstumspotential. Die KOF-Erhebung wurde im Herbst 2008 - kurz vor dem Wirtschaftseinbruch - auf der Basis des KOF-Unternehmenspanels von 6.000 Firmen durchgeführt.

Aufgrund eines breiten Spektrums von Innovationsindikatoren erweist sich die Schweiz der SECO-Mitteilung zufolge dennoch als innovativste Volkswirtschaft Europas - und zwar in der Industrie wie im Dienstleistungssektor. Die besonderen Stärken der Schweiz lägen beim hohen Anteil von Firmen, die Innovationen am Markt durchsetzen wie auch Forschung und Entwicklung (F&E) betreiben. Etwas weniger gut schneide die Schweiz hinsichtlich der für Innovations- und F&E-Aktivitäten eingesetzten Mittel ab.

Besonders die kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) in der Eidgenossenschaft seien jedoch innovativer als jene der EU-Länder. Auch im weltweiten Vergleich lägen die innovationsstärksten Länder Europas (Schweiz, Schweden, Finnland) vorn - vor Israel, den USA und Japan. Als besondere Stärke des "Innovationssystems Schweiz" erweist sich nach den Erkenntnissen des KOF die Mischung aus einem sehr innovativen KMU-Sektor und einer beträchtlichen Zahl von grossen F&E-intensiven multinationalen Firmen.

Der Vorsprung der Schweiz schmilzt gemäss Darstellung des SECO zwar, diese Tendenz scheine aber gebrochen. Viele EU-Länder hätten in den letzten zehn Jahren gegenüber der Schweiz Boden gut gemacht - insbesondere Finnland, aber auch Dänemark, Belgien und Deutschland. Teils sei dies auf Fortschritte im Ausland im Zuge eines normalen Konvergenzprozesses zurückzuführen, das heisst einer schrittweisen Verringerung des Rückstands von wirtschaftlich weniger entwickelten Ländern. Aber noch mehr ins Gewicht falle die Abnahme der Innovationstätigkeit in der Schweizer Industrie in den 1990er und bei den Deinstleistungen in den frühen 2000er Jahren. Dank einer seither eingetretenen Stabilisierung der Innovationsleistung habe die Schweiz ihren - teilweise nur noch kleinen - Vorsprung jedoch halten können.

Die Innovationsleistung folgt der Darstellung des SECO zufolge mit geringer Verzögerung der Konjunkturentwicklung. Diese Parallelität sei darauf zurückzuführen, dass Innovationsprojekte, die ja besonders riskante Investitionen darstellen, von einer konjunkturellen Verschlechterung überdurchschnittlich getroffen werden. In schlechten Zeiten schwänden die Eigenmittel der Unternehmen, die typischerweise zur Finanzierung von Innovationsaktivitäten herangezogen werden. Aus diesem Grund wohl sei die Innovationstätigkeit bereits heute rückläufig. Mittelfristig würde ein Anhalten dieser Entwicklung das Wachstumspotential der Schweizer Wirtschaft beeinträchtigen. Wie stark der erwartete Rückgang der Innovationstätigkeit ausfällt, werde sich in der nächsten Innovationserhebung im Jahr 2011 zeigen. (ug)

 

 

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