Bern - Für Energy Shots soll nicht an Orten und bei Veranstaltungen geworben werden, die von Jugendlichen besucht werden. Das verlangen die drei Konsumentenschutz-Organisationen FRC, ACSI und SKS in einer Presseerklärung. Für die stark koffeinhaltigen Energy Shots und Drinks sollen ähnliche Werberegeln aufgestellt werden wie für alkoholische Getränke, heisst es. Verwandte Themen| { Der Umwelt zuliebe, 23.02.10 } | | { Kunden fordern Klimaschutz, 28.12.09 } | | { Immer neue Schadstoffe, 11.10.09 } | | { Starköche für Max Havelaar, 17.09.09 } | | { Für eine enkeltaugliche Schweiz, 07.09.09 } | | { Konsumenten an die Macht, 07.08.09 } | | { Einmal gutes Gewissen, bitte!, 15.07.09 } | | { Transparenz gewinnt, 18.06.09 } | | { Biohasen bleiben einsam, 11.04.09 } | | { Chance zum Umdenken, 22.03.09 } |
Die Shots enthielten nur 50 ml anstelle der üblichen 250 ml der Energy Drinks, beinhalteten jedoch mindestens so viel Koffein wie ein durchschnittlicher Drink. Die Werbung suggeriere auf der einen Seite, dass man durch die Drinks in kurzer Zeit wieder Energie und Konzentration für Stunden zu sich nehmen kann, halte auf der anderen Seite aber fest: "Ein Energy Shot enthält etwa dieselbe Menge Koffein wie eine Tasse Tee und weniger als eine Tasse Instantkaffee", schreiben die drei Konsumentenschutz-Organisationen. Tatsache sei, dass weder Drinks noch Shots für Kinder und Jugendliche geeignet seien. Der Verbraucherminister von Baden-Württemberg habe Ende letzten Jahres vor dem Konsum dieser Shots gewarnt ebenso wie das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung: Übermässiger Konsum könne Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle oder Nierenversagen verursachen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) beobachte die Entwicklung offenbar mit einer gewissen Besorgnis. Der SKS gegenüber soll das BAG jedoch geäussert haben, keine konkreten Schritte - ausser einer Information – zu unternehmen. Ein Verbot oder eine Alterslimite würde laut BAG die Produkte nur noch interessanter machen und sei unverhältnismässig. Die drei Konsumentenorganisationen fordern deshalb, dass in der laufenden Revision der Lebensmittelverordnungen ein Werbeverbot für Engery Shots und Drinks aufgenommen wird. Analog dem Werbeverbot für Alkoholika soll Werbung, die sich speziell an Jugendliche richtet, verboten werden. (eg)
|