Doha/Hamburg – Die 15. Konferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen in Doha (Emirat Katar) entscheidet darüber, mit welchen Tieren und Pflanzen gehandelt werden darf. Für manche Arten soll der internationale Handel strikt verboten werden, andere werden nur begrenzt. Verwandte Themen| { Alarm für Griechenlands Tierwelt, 01.03.10 } | | { Biodiversität stärken, 27.01.10 } | | { Die pelzigen Pollentaxis, 14.01.10 } | | { Kampf dem Artenschmuggel, 26.10.09 } | | { Bedrohte Gletscher, 20.10.09 } | | { Korallenriffe vor dem Kollaps, 18.09.09 } | | { Eisbären zum Aussterben verdammt, 04.09.09 } | | { Nichtstun ist unentschuldbar, 18.06.09 } | | { Der Kürbis ist in Gefahr, 03.06.09 } | | { Lärm bedroht Fischbestände, 20.05.09 } | | { Bienenvölker akut bedroht, 30.04.09 } |
Wie das Greenpeace-Magazin berichtet, sind in das Abkommen bislang mehr als 5.000 Tier- und rund 29.000 Pflanzenarten aufgenommen worden. Sie werden in drei Anhängen gelistet: Der Anhang I enthält nach Greenpeace-Angaben vom Aussterben bedrohte Arten wie Grosswale, Menschenaffen, Tiger und - mit Ausnahmen für einige Länder - Elefanten. Mit diesen Arten oder ihren Produkten darf international nicht gehandelt werden. Anhang II umfasse etwa Geckos und einige Affenarten. Der Handel mit ihnen unterliegt laut Greenpeace strengen Auflagen. Die Art dürfe dadurch nicht weiter gefährdet werden. Die bei weiten meisten der gelisteten Arten stehen in diesem Anhang, heisst es. Anhang III verzeichnet gemäss Greenpeace Arten, die von einem Land in seinem Hoheitsbereich unter Schutz gestellt wurden. Nach dem Willen der USA sollen laut Greenpeace-Magazin Eisbären strikt geschützt werden. Derzeit gebe es nur noch 20.000 bis 25.000 Eisbären. Von 1992 bis 2006 seien knapp 31.300 Eisbär-Trophäen und auch lebende Tiere gehandelt worden. Tansania und Sambia möchten laut Greenpeace-Magazin-Angaben insgesamt rund 110 Tonnen Elfenbein aus Lagerbeständen verkaufen. Als Reaktion forderten Kenia und sechs weitere afrikanische Länder ein 20-jähriges Handelsverbot für Elfenbein. Sie fürchten ein Aufflackern der Wilderei, wenn weiteres Elfenbein legal gehandelt werden darf, berichtet Greenpeace-Magazin. Ägypten möchte das Nil-Krokodil vom Anhang I mit striktem Handelsverbot auf den Anhang II setzen lassen, so dass insbesondere Jungtiere und Krokodil-Produkte begrenzt ausgeführt werden können, heisst es in dem Greenpeace-Bericht. Der Handel mit mehr als 30 Arten der Roten und Rosa Korallen soll laut Greenpaece-Magazin reglementiert werden. Insbesondere im Mittelmeer seien die für Schmuck genutzten Arten auf wenige kleine Stöcke reduziert worden. Brasilien möchte eine Handelskontrolle für die Rosenholz-Bäume aus dem tropischen Regenwald im Amazonasgebiet erreichen, die wegen ihres Öls und des Holzes oft auch illegal geschlagen werden, berichtet Greenpeace-Magazin. (eg)
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