München - Im Jahr 2009 haben die erneuerbaren Energien zu einem Viertel den Stromverbrauch aus dem Netz der allgemeinen Versorgung in Bayern gedeckt. Das hat eine Hochrechnung des Verbandes der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) ergeben.
Nach Angaben von VBEW leistet den weitaus grössten Anteil nach wie vor die Stromerzeugung aus Wasserkraft (ca. 15,7 Prozent), gefolgt von der Biomasse einschliesslich Deponie- und Klärgas (ca. 6,5 Prozent) und der Photovoltaik (ca. 3 Prozent). Windenergie (ca. 0,7 Prozent) und die Geothermie spielten eine untergeordnete Rolle. Die stärksten Zuwächse waren 2009 laut VBEW bei der Photovoltaik- und der Biomassenutzung festzustellen. Auch mehrere Wasserkraftwerke seien neu in Betrieb genommen worden.
Während die Stromerzeugung aus Wasserkraft und Biomasse rund um die Uhr und auch im Winter zuverlässig einen Beitrag zur Energieversorgung leisteten, werde der Photovoltaikstrom nur an den sonnigeren Tagen in das Netz eingespeist. Erst wenn es kostengünstige Speichertechnologien gibt, ist dieses Manko der Photovoltaik zu beheben, schreibt VBEW. Die bayerische Wasserkraft leiste zum Ausgleich der schwankenden Stromerzeugung aus Sonne und Wind mit ihren Pumpspeicherkraftwerken bereits heute wertvolle Beiträge.
Der erneuerbare Strom wird durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) gefördert, berichtet VBEW. Der Mehrpreis für die Integration der erneuerbaren Energien werde auf die Stromkunden umgelegt. Zehn Jahre nach Inkrafttreten des EEG betrage der Aufschlag auf die Stromrechnung rund zehn Prozent. (eg)